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Tranquillo Barnetta: Gegenwart brillant, Zukunft ungewiss

Mittwoch, 30. Mai 2012, 10:55 Uhr

Beim gloriosen 5:3 über Deutschland gehörte Tranquillo Barnetta als dreifacher Assistgeber zu den herausragenden Schweizer Akteuren. Der Ostschweizer hat damit ein lange erdauertes Comeback veredelt und will am Mittwochabend gegen Rumänien daran anknüpfen.

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Nati: Barnetta in alter Stärke

Die Saison 2011/12 war für Tranquillo Barnetta eine zum Vergessen. Im Sommer 2011 zog sich der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen eine Meniskusverletzung zu, musste operiert werden und verpasste den Grossteil der Saison. Nur 7 Bundesliga-Spiele (plus eine Partie mit der Bayer-Amateurmannschaft) konnte der 27-Jährige bestreiten.

Am Samstag kam nun die grosse Rückkehr auf die grosse Fussballbühne mit einer herausragenden Leistung beim 5:3 über Deutschland. «Ich bin froh, dass es so sensationell geklappt hat», so der 60-fache Internationale, der die 3 Tore von Eren Derdiyok vorbereitet hatte. Mangels Spielrhythmus habe er das selbst in dieser Form nicht erwartet. «Jetzt habe ich gesehen, dass ich wieder auf internationalem Niveau spielen kann. Das war für mich persönlich das Wichtigste.»

Vorbereitung für WM-Quali

Barnetta denkt aber in erster Linie an das Team: «Wir dürfen nicht glauben, alles gehe nun von alleine, sondern müssen weiter an uns arbeiten. Jetzt wollen wir gegen Rumänien ein gutes Spiel machen - dann sind wir für die WM-Qualifikation bereit.» Der Mittelfeldspieler wird von Trainer Ottmar Hitzfeld eine weitere Gelegenheit erhalten, Spielpraxis zu sammeln - und für sich selbst zu werben.

Unklarheit über Zukunft

Denn Barnetta spielt derzeit um einen neuen Vertrag. Sein Kontrakt mit Leverkusen läuft aus. Die Werkself hat ihm zwar einen neuen Vertrag angeboten, dieser sieht aber nicht zur Zufriedenheit des Ostschweizers aus, der gerüchteweise seine Fühler auch in die Premier League und die Serie A ausgestreckt hat.

«Während der Nationalmannschaftspause möchte ich mich nicht dazu äussern und mir auch nicht zuviele Gedanken machen», so Barnetta, der immerhin bestätigte, dass der Stand der Verhandlungen «unverändert» sei. Barnetta spielt seit 2004 in Leverkusen und bestritt seither 183 Bundesliga-Partien.

Nati als Bühne nutzen

Nicht zum ersten Mal nutzt Barnetta Auftritte in der Nationalmannschaft, um sich ins Scheinwerferlicht zu drängen. Nebst enttäuschenden Phasen wurde er immer wieder mal zum «Mann des Spiels». Etwa letzten Sommer beim 2:2 im Wembley, als er 2 Freistosstore erzielte. Oder 2007 in Genf, als er die Schweiz im Alleingang zum 2:1-Erfolg über die Niederlande schoss.

Das Interview in voller Länge

Mögliche Aufstellungen Schweiz - Rumänien

Schweiz: Sommer (Basel); Lichtsteiner (Juventus)/Morganella (Novara), Djourou (Arsenal), Senderos (Fulham), Ziegler (Fenerbahce); Inler (Napoli), Fernandes (Udinese)/Wiss (Luzern); Barnetta (Leverkusen), Mehmedi (Dynamo Kiew)/Xhaka (Basel), Stocker (Basel); Derdiyok (Leverkusen).

Rumänien: Lobont (AS Roma); Papp (Vaslui), Chiriches (Steaua Bukarest), Goian (Glasgow Rangers), Rat (Schachtjor Donezk); Lazar (PAOK Saloniki), Bourceanu (Steaua); Torje (Udinese), Florescu (Arsenal Kiew), Tanase (Steaua); Daniel Niculae (Nancy).

TV-Hinweis

Das Länderspiel in Luzern zwischen der Schweiz und Rumänien können Sie am Mittwochabend ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei» oder im Livestream mitverfolgen.

(SRF)