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Eishockey

NLA

Bircher und Hildenbrand zurückgetreten

Dienstag, 29. Mai 2012, 10:48 Uhr

Präsident Jürg Bircher sowie VR-Mitglied Kurt Hildenbrand haben ihren sofortigen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Kloten Flyers AG erklärt. Sie stellen ihre Aktien «unverzüglich und entschädigungslos» für neue Investoren zur Verfügung.

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Der frühere Präsident Peter Bossert, nun Leiter der Task Force «Rettung Kloten Flyers», hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er Bircher entmachten will, nötigenfalls mit einer Betreibung. Denn der umstrittene Unternehmer schuldet dem dienstältesten Verein in der höchsten Spielklasse noch Geld.

Bircher-Rückzug nach 4 Jahren

Bircher, der in den letzten Wochen auch Drohungen gegen Leib und Leben ausgesetzt war, hat nun kapituliert. «Wir hoffen, dem Verwaltungsrat einen grösseren Handlungsspielraum zu verschaffen, um eine Sanierung der Kloten Flyers zu erzielen», schreiben Bircher und Hildenbrand in einer Medienmitteilung. Bircher hatte das Amt als Klotener Präsident im Jahr 2008 von Bossert übernommen und dabei die finanziellen Realitäten komplett aus den Augen verloren.

In den letzten Tagen sei klar geworden, dass die Unterstützung von Sanierungsbemühungen des Verwaltungsrats durch anderweitige Kräfte vom Rücktritt von Bircher und Hildenbrand abhängig gemacht werde, heisst es weiter. In der Tat würde es nicht erstaunen, wenn nun neue Investoren einsteigen würden. Zudem dürften nun einige Gläubiger eher bereit sein, auch ohne Nachlassverfahren auf ihre Forderungen zu verzichten.

Die Zeit drängt

Am Mittwoch wollen die Kloten Flyers über den Stand der Sanierungsmassnahmen informieren. Die Zürcher Unterländer haben von der Liga bis am 6. Juni 2012 Zeit erhalten, um einen Plan für die Zukunft auszuarbeiten. Einen allfälligen Entscheid, wie es mit den Flyers weitergeht, fällen die Delegierten der NL-Vereine dann an deren ordentlichen Versammlung am 8. Juni.

Die Misswirtschaft unter der Ägide von Jürg Bircher (Beitrag aus der «sportlounge» vom 21.5.2012)

(si/kre/rst)