Fussball
Bundesliga
DFB-Bundesgericht weist Hertha-Einspruch ab
Hertha BSC Berlin ist mit seinem Rekurs gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf auch vor dem Bundesgericht des Deutschen Fussball Bundes (DFB) gescheitert. Somit rückt der definitive Abstieg für Hertha immer näher.
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Damit kommt es nicht zu einem Wiederholungsspiel zwischen Hertha Berlin und Fortuna Düsseldorf. Diesen Entscheid hat ein dreiköpfiges Gremium nach einer zehnstündigen Verhandlung gefällt. Während Düsseldorf in die Bundesliga aufsteigt, muss Hertha nach nur einem Jahr in der obersten Spielklasse wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.
Weitere Berufung möglich
Für Hertha Berlin ist es binnen 5 Tagen die 2. Niederlage am grünen Tisch, nachdem bereits das Sportgericht des DFB den Einspruch der Berliner in 1. Instanz zurückgewiesen hatte. Die Hauptstädter haben nun noch die Gelegenheit, mit dem Ständigen Schiedsgericht eine weitere Instanz anzurufen und den Abstieg hinauszuzögern. Selbst ein Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (TAS) ist danach theoretisch noch möglich.
Rehhagel: «Hatte keinen Einfluss mehr auf Team»
Bei der Partie am 15. Mai waren in der Nachspielzeit Anhänger von Fortuna Düsseldorf schon vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt. Vor dem DFB-Bundesgericht schilderten 16 Zeugen ihre Eindrücke, unter ihnen der frühere FCZ-Spieler Raffael und Hertha-Trainer Otto Rehhagel. «Ich hatte unter diesen Umständen keinen Einfluss mehr auf meine Mannschaft. Und so etwas darf nicht sein», sagte der 73-Jährige.
«Das war ein Ausnahmezustand, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt habe in 40 Jahren als Trainer. Selbst in Griechenland nicht. Als es zum Platzsturm kam, habe ich gedacht, 'Otto, jetzt wird es gefährlich'», so Rehhagel. Zur Situation während der 21-minütigen Unterbrechung in der Kabine meinte er: «Die Spieler waren paralysiert. Das war ein chaotischer Zustand, unsere Südamerikaner hatten Angst.»
(si/sta)


