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Super League

Murat Yakin: «Die Erwartungen waren riesig»

Dienstag, 22. Mai 2012, 10:46 Uhr

Unter Trainer Murat Yakin hat der FC Luzern an Konstanz und Konturen gewonnen. Zwar blieb den Zentralschweizern der Cup-Sieg verwehrt, doch sie blicken auf die beste Saison seit dem Wiederaufstieg zurück. In der «sportlounge» sprach Yakin über den Cupfinal, seine Stärken und das Trainerbusiness.

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Gespräch mit Murat Yakin («sportlounge»)

In der Super League musste sich Luzern fast von Saisonbeginn an mit der Verfolgerrolle begnügen - zu dominant trat Titelverteidiger Basel auf. Doch im Cup war der Pokal für die Zentralschweizer zum Greifen nah. Trotz starkem Auftritt und mehr Spielanteilen setzte sich Basel im Penaltyschiessen durch. «Es war eine einmalige Chance. Wir haben alles dafür gemacht», trauert FCL-Coach Murat Yakin dem verpassten Cup-Sieg nach.

Murat Yakin über den Cupfinal («sportlounge»)

«Erwartungen waren riesig»

Auch wenn Luzern die Saison ohne Titel beendet: Der 2. Platz stellt die beste Klassierung seit dem Wiederaufstieg in die Super League 2006 dar. Grossen Anteil daran hat der 37-jährige Yakin, der zu Saisonbeginn von Thun zu den Zentralschweizern gestossen war.

Yakin zieht eine positive Bilanz seines ersten Amtsjahrs in Luzern. «Die Erwartungen in der Region waren riesig», erinnert er sich. Umso glücklicher ist er, dass die Luzerner am Saisonende so begeistert sind wie wohl schon lange nicht mehr von ihrem FCL. Auch heikle Situationen wie das Ende der Zusammenarbeit mit Bruder Hakan brachte der Luzern-Trainer souverän hinter sich. «Es waren viele Dinge dabei, die wir top gemeistert haben», so Yakin zufrieden.

Nähe zu den Spielern als Stärke

Als seine grösste Stärke beurteilt der ehemalige Schweizer Internationale die Nähe zu den Spielern. Doch der Coach sagt bescheiden: «Am Ende geht es nur um Resultate, nicht um mich.» Denn er ist sich bewusst, wie kurzlebig das Trainergeschäft heutzutage ist. «Man weiss nie, was nächste Woche passiert. Deshalb geniesst man die tägliche Arbeit», sagt Yakin.

Murat Yakin über seine Stärken («sportlounge»)

Interesse bei grossen Klubs geweckt

Doch vor einer Entlassung musste sich Yakin in dieser Saison nie fürchten. Und deshalb blieben sein Fähigkeiten auch von der Konkurrenz nicht unbemerkt. Dass er so beliebt sei, mache ihn stolz, gesteht Yakin. So wurde der 37-Jährige in diesem Frühling unter anderem mit dem FC Zürich, den Grasshoppers und zuletzt YB in Verbindung gebracht – an den Gerüchten sei aber nichts dran.

Yakin stellt klar: «Mir gefällt es beim FC Luzern, man kann etwas bewegen. So lange das so ist, bin ich gerne da.» Und die Verantwortlichen beim FC Luzern werden den charismatischen Trainerfuchs wohl kaum vorzeitig ziehen lassen.

Murat Yakin über das Trainerbusiness («sportlounge»)

(sas)