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Orientierungslauf

Niggli läuft zum EM-Triple

Samstag, 19. Mai 2012, 15:14 Uhr, Aktualisiert 16:15 Uhr

Simone Niggli ist an den Europameisterschaften der Orientierungsläufer im schwedischen Falun weiter nicht zu stoppen: Die Bernerin gewann den Sprint und somit im 3. Einsatz die 3. Goldmedaille. Insgesamt ist es der 10. EM-Titel für Niggli. Bei den Männern sicherte sich Daniel Hubmann Bronze.

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OL: EM in Falun, Sprint Frauen («sportaktuell»)

Wie bereits über die Mittel- und die Langdistanz liess Simone Niggli ihren Konkurrentinnen keine Chance. Die 34-jährige Bernerin nahm der zweitplatzierten Schwedin Lena Eliasson bei einer Laufzeit von rund 15 Minuten 32 Sekunden ab. Bereits bei der 1. Zwischenzeit hatte sie 16 Sekunden vorausgelegen.

Trotz des klaren Sieges sprach Niggli nicht von einem perfekten Lauf. Sie habe mehrere Sekunden liegengelassen, weil sie einerseits einen kleinen Bogen gemacht hatte und einmal bei der Routenwahl etwas zögerte. Dennoch sei «das Gefühl doch sehr, sehr gut gewesen».

Interview mit Simone Niggli

Erster EM-Hattrick

Mit diesem Erfolg feierte Niggli ein kleines Jubiläum, war es doch ihr 10. EM-Titel. Siege in sämtlichen 3 Einzeldisziplinen waren ihr zuvor noch nie gelungen - vor 2 Jahren im bulgarischen Primorsko hatte sie 2 Mal Gold und 1 Mal Silber (Sprint) geholt. «Ich glaube das fast selber nicht», freute sich Niggli. «Mein Selbstvertrauen ist im Moment sehr hoch. Mit bereits 2 Goldmedaillen in der Tasche konnte ich befreit an den Start gehen.»

Wyder verpasst Medaille knapp

Mit Judith Wyder (5.), Rahel Friederich (6.) und Julia Gross (10.) schafften 3 weitere Schweizerinnen den Sprung in die Top 10. Wyder hatte sich bei der 3. von 4 Zwischenzeiten noch auf Medaillenkurs befunden, fiel am Ende jedoch 11 Sekunden hinter die Medaillen-Ränge zurück. 

Bronze für Hubmann

Bei den Männern lief Sprint-Weltmeister Daniel Hubmann auf den 3. Rang. Der Schweizer musste lediglich Jonas Leandersson (Sd) und Kiril Nikolov (Bul) den Vortritt lassen. Hubmann teilt sich den 3. Platz mit dem zeitgleichen Schweden Jerker Lysell, der als grosser Favorit auf den Sieg gegolten hatte.

OL: EM in Falun, Sprint Männer («sportaktuell»)

Es war nach der Silbermedaille von Matthias Merz über die Langdistanz bereits das 2. EM-Edelmetall des Männerteams in Schweden.

Bild Daniel Hubmann.
Daniel Hubmann. keystone/Archiv

Knappe Abstände

Die Abstände an der Spitze waren sehr gering. Hubmann verlor nur 7 Sekunden auf den neuen Europameister Leandersson. «Wenn ich es analysieren würde, fände ich sicher sieben Sekunden», sagte Hubmann. Doch er war mit der Bronzemedaille zufrieden, da er in diesem Jahr immer wieder Probleme mit seiner Ferse bekundete.

Hinter den Podesträngen zeigten auch die anderen Schweizer gute Leistungen. Matthias Kyburz (6.) und Matthias Müller (7.) schafften es in die Top 10, während Severin Howald 11. wurde.  

(sil/mos/jäg)