Fussball
Schweizer Cup
Sommers starke Paraden, Huggels perfektes Drehbuch
Basel hat mit dem 4. Double-Gewinn seit der Jahrtausendwende seine Vormachtstellung im Schweizer Fussball eindrücklich unter Beweis gestellt. Der Cupfinal gegen Luzern kannte mit Penalty-Held Yann Sommer, Trainerfuchs Heiko Vogel und dem abtretenden Benjamin Huggel drei grosse Figuren.
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Es ist seine 1. Saison als Nummer 1 beim Schweizer Branchenprimus. Doch Keeper Yann Sommer wusste von Beginn an im Dress des FCB zu überzeugen. Und der 23-Jährige setzte seiner noch jungen Karriere mit dem Double-Gewinn in seiner 1. Spielzeit bei Basel die Krone auf. «Es ist wunderschön, die 1. Saison mit dem Double abschliessen zu können», frohlockte der Basel-Goalie.
Sieg im Penaltyschiessen dank Sommer
Mit seinen zwei Paraden im Penaltyschiessen gegen Luzerns Moshe Ohayon und Florian Stahel avancierte Sommer zur grossen Figur bei den «Bebbi». Seine Provokationen gegen Ohayon dürften den FCL-Anhängern sauer aufgestossen sein, doch der 23-Jährige meinte entschuldigend: «Es bleibt einem nichts anderes übrig in so einer Situation.»
Ohnehin wollte Sommer den Löwenanteil am Cupsieg nicht für sich alleine beanspruchen, sondern er unterstrich die Teamleistung. Dass seine Mitspieler die Elfmeter so souverän versenkt hätten, sei «das Resultat von einer super Arbeit im ganzen Jahr».
Vogel als Baumeister des Erfolgs
Dies verdankt Basel Trainer Heiko Vogel, der die Spieler zu dieser Kondition und Konstanz geführt hat. Der stille Deutsche stieg in dieser Saison nach dem Abgang von Thorsten Fink vom Assistenten zum Cheftrainer auf. Seit der 36-Jährige bei den Baslern an der Seitenlinie steht, haben sie in der Meisterschaft nie mehr verloren. Zusammen mit dem Cup ist der FCB seit 32 Spielen ungeschlagen.
Unter Vogel zog der FCB in die Achtelfinals der Champions League ein, holte vorzeitig den Meister-Hattrick und triumphierte nun auch zum 11. Mal im Schweizer Cup. «Ein Elfmeterschiessen ist immer ein Stück weit ungerecht, aber auch da braucht man Nerven, und die waren bei uns besser», meinte Vogel bescheiden zum 5. Double-Gewinn, dem 4. seit der Jahrtausend-Wende.
Huggels perfekte Dernière
Und der 87. Schweizer Cupfinal schrieb noch eine besonders schöne Geschichte: Den (fast) perfekten Auftritt von Benjamin Huggel in seinem letzten wichtigen Spiel im Dress des FCB. Nach 55 Minuten hatte er die Basler per Kopf in Front geschossen, im Penaltyschiessen sah er aber nur zu.
«Ich war froh, dass dies meine alten Nerven nicht mitmachen mussten», so der 34-Jährige, der mit Basel ganze 5 Mal den Cup gewonnen hat. «Zum Schluss ein Sieg im Penaltyschiessen. Ich glaube, da hätte nicht einmal ein Hollywood-Regisseur ein besseres Drehbuch schreiben können», so Huggel überglücklich.
(sas)


