WM 2012
Porträt
Paul Stastny - Ein Name, der verpflichtet
Wenn man die Kaderliste der US-WM-Mannschaft durchgeht, fällt ein Name besonders auf: Paul Stastny. Der Stürmer der Colorado Avalanche ist der Sohn des legendären Peter Stastny, der in den 80er-Jahren das Eishockey in der NHL massgeblich mitgeprägt hatte.
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Wer im Eishockey den Namen Stastny trägt, wird unweigerlich mit dem berühmten Bruder-Trio Peter, Anton und Marian in Verbindung gebracht. Die drei in der damaligen Tschechoslowakei geborenen Brüder spielten allesamt für die Québec Nordiques. Peter etablierte sich bald als Topskorer. Für seine Verdienste wurde er 1998 mit der Aufnahme in die legendäre «Hall of Fame» geehrt.
Die nächste Generation
Mit Paul schreibt nun Peters Sohn eifrig an der Familiengeschichte weiter. Der mittlerweile 26-jährige Center der Colorado Avalanche bestreitet nach 2007 die 2. WM für sein Heimatland USA. Den bisher grössten internationalen Erfolg feierte Paul 2010 an den Olympischen Spielen in Vancouver, als er mit den USA die Silbermedaille gewann.
Paul, der auch die kanadische und slowakische Staatsbürgerschaft besitzt, entschied sich wegen seinem Bruder Yan für die USA. Dieser hatte sich zuvor schon dem US-Team angeschlossen. Damit führen die Brüder die Familientradition ihres Vaters und ihrer Onkel weiter und spielen gemeinsam im selben Team.
Rückennummer und Holzstock
Die Reminiszenzen an die vorangehende Generation gehen aber noch weiter. Paul trägt zu Ehren seines Vaters die Nummer 26 bei der Avalanche. Die Nummer war nach Peters Rücktritt in Québec gesperrt worden. Nach dem Verkauf der Franchise nach Colorado wurde sie jedoch wieder frei.
Andy Murray, Assistent von Schweizer Nati-Coach Sean Simpson, kennt aber noch eine weiter Gemeinsamkeit: «Paul Stastny ist einer der wenigen NHL-Spieler, die noch mit einem Holzstock spielen. Sein Vater hat darauf geschaut, dass er mit diesem Schläger spielt.»
Peters langer Schatten
Auch seine Art Eishockey zu spielen, verrät Pauls Herkunft. «Paul ist sehr stark an der Scheibe und hat eine sehr gute Spielübersicht. Vielleicht war sein Vater schlittschuhläuferisch etwas besser», erinnert sich Murray. Der Schatten seines Vaters ist lang. Doch Paul hat in Schweden und Finnland die Möglichkeit, mit einem WM-Medalliengewinn seine eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben.
(sil)


