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WM 2012

Gruppe H

Nati: Ernüchterung und Enttäuschung

Sonntag, 13. Mai 2012, 23:04 Uhr

Das Erreichen der WM-Viertelfinals war für die Schweizer Eishockey-Nati das erklärte Minimal-Ziel. Noch vor dem letzten Gruppenspiel am Dienstag gegen die USA ist das Team von Sean Simpson jedoch bereits ausgeschieden. Die Spieler zeigten sich nach der Niederlage gegen die Slowakei niedergeschlagen.

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Interview mit Luca Sbisa

Die Auszeichnung für den besten Schweizer Spieler der Partie wurde nach Spielschluss gegen die Slowakei von Philippe Gaydoul, dem Präsidenten des Schweizerischen Eishockey-Verbandes, vorgenommen. Eben dieser Gaydoul war es, der vor Beginn der WM das Erreichen der Viertelfinals als «Minimal-Ziel» deklariert hatte.

Doch noch vor dem letzten Gruppenspiel kann die Schweiz die K.o.-Phase nicht mehr erreichen. Sie hätte gegen die Slowakei und die USA am Dienstag 2 Siege benötigt. Die WM-Bilanz aus den letzten 4 Jahren liest sich ernüchternd: Ausser 2010 in Mannheim (Rang 5) wurden die Viertelfinals verpasst. Für Trainer Sean Simpson dürfte die Luft nach dem 2. Scheitern in Serie dünn werden, obwohl er noch einen Kontrakt bis 2014 besitzt.

Streit: «Der Wurm war drin»

Von den 6 Gruppenpartien habe man 5 Mal gut gespielt, bilanzierte Simpson. «Gegen Frankreich hatten wir einen schlechten Tag eingezogen. Es ist schade für dieses Turnier.»

Von einem «schwierigen Moment» sprach der sichtlich enttäuschte Captain Mark Streit. «Die Reaktion auf das Frankreich-Spiel war da, wir haben alles versucht. Aber der Wurm war drin.» Bei der Effizienz und Kaltblütigkeit habe das Team gesündigt. «Dafür wird man auf diesem Niveau bestraft», so der NHL-Crack Streit.

Interview mit Mark Streit

Wenn die Scheibe nicht rein will

Niedergeschlagen wirkte auch Luca Sbisa, der im Vorfeld des Turniers eine Medaille als sein persönliches Ziel ausgerufen hatte: «Es ist sehr enttäuschend. Ich glaube, wir haben die Slowaken über 60 Minuten dominiert. Mit diesem Einsatz hätten wir die Franzosen ohne Mühe bezwungen. Die Scheibe wollte einfach nicht rein.»

Für Damien Brunner, dem Doppeltorschützen aus dem Frankreich-Spiel, lag die Ursache der Niederlage in der «fehlenden Cleverness». Zudem habe das Team zur Scheibe zu wenig Sorge getragen und schlicht zu wenige Torchancen kreiert. «Einmal mehr hat es nicht gereicht», so das ernüchternde Fazit des NLA-Topskorers.

Interview mit Damien Brunner

Am Dienstag folgt für die Schweiz bereits der letzte Auftritt an der diesjährigen WM gegen die USA (ab 19 Uhr live auf «SF zwei»). Ein Kehraus-Spiel wird es nicht, denn für die Nati zählt im Hinblick auf die direkte Olympia-Qualifikation jeder Sieg - kein einfaches Unterfangen nach dem frühen WM-Aus.

(jäg)