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Steingruber mit Leichtigkeit im EM-Sprung-Final
Kunstturnerin Giulia Steingruber hat in Brüssel wie erwartet den Sprung-Final erreicht. Die Ostschweizerin zeigte in der Qualifikation die drittbeste Leistung und ist am Sonntag eine heisse Medaillenkandidatin.
Besser waren in der Vorrunde nur die letztjährige WM- und EM-Zweite Oxana Tschussowitina (De) sowie Titelverteidigerin Sandra Izbasa (Rum), um 0,167 respektive 0,101 Punkte. Steingruber hatte beim Tschussowitina-Sprung leichte Probleme bei der Landung und musste einen Zehntel Abzug wegen Übertretens hinnehmen. Der Tsukahara mit ganzer Schraube gelang der 18-jährigen Ostschweizerin einwandfrei.
Nicht das komplette Risiko
«Wenn sie das im Final wieder so gut hinbekommt, schafft es Giulia aufs Podest», sagte der sonst so zurückhaltende Cheftrainer Zoltan Jordanov. Doch die Qualifikation brachte auch die Bestätigung, dass es Steingruber sogar Ariella Kaeslin gleichtun und wie die Luzernerin vor 3 Jahren in Mailand Europameisterin werden kann. Die neue Vorzeigeturnerin hat für den Tsukahara nämlich noch eine zusätzliche halbe Schraube im Köcher.
In der Quali wollte Steingruber nicht das komplette Risiko eingehen: «Ich wollte zwei Sprünge landen, damit es auch sicher für den Final reicht.»
Rang 10 am Boden
Zweitbestes Gerät von Steingruber war trotz einer verpatzten Pirouette der Boden, wo sie als 10. den Final der besten 8 verpasste. In Brüssel wird kein Mehrkampffinal ausgetragen.
Team überzeugte nicht
Als Team konnten die Schweizerinnen die Erwartungen nicht erfüllen, weil gleich 2 vermeintliche Stützen einen schwachen Tag einzogen. Schon am Startgerät Schwebebalken kamen wegen Nadia Mülhauser und Jessica Diacci zwei Stürze in die Wertung.
Mülhauser liess am Boden einen weiteren Sturz folgen, Diacci zum Abschluss am Stufenbarren. Weil der EM-Modus keine Streichresultate vorsieht, reichte es den Schweizerinnen nur für den 11. Schlussrang. Die angestrebte Top-10-Klassierung wurde damit verfehlt.
Einen Schlussstrich ziehen
«Die Nerven», machte Cheftrainer Zoltan Jordanov für das partielle Scheitern verantwortlich. «Ich habe den Girls nach dem Wettkampf gesagt: Jetzt ziehen wir einen dicken Strich drunter und nehmen nach der Heimreise und einer Woche Ferien einen neuen Zyklus in Angriff.»
(si/mos)


