WM 2012
Nationalmannschaft
Nati: Auf Kurs, aber mit Steigerungspotenzial
Mit 2 Siegen aus 2 Spielen ist die Schweizer Nationalmannschaft optimal in die WM gestartet. Doch insbesondere gegen Weissrussland offenbarte das Simpson-Team Schwächen in der Defensive. «Einige Spieler haben noch Luft nach oben», findet denn auch Christian Weber, WM-Experte von Radio DRS.
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Das Schussverhältnis von 19:1 für die Schweiz nach dem 1. Drittel sprach Bände. Doch das Drittelsresultat von 2:1 offenbarte auch die Schwachstellen der Schweizer Nati. Vorne liess das Team von Coach Sean Simpson hochkarätige Chancen aus. «Die Kaltblütigkeit fehlte», so Christian Weber, WM-Experte von Radio DRS.
Auf der anderen Seite gelang Weissrussland mit der 1. Chance der zwischenzeitliche Ausgleich. Die Zuteilung stimmte nicht, Alexander Ugarow ging vergessen und konnte prompt einnetzen. «Goalie Tobias Stephan konnte nichts dafür», so Weber. Die Abwehr habe schlicht nicht funktioniert. «Man darf den Gegner nicht so alleine lassen.»
Grobe Abwehrschnitzer
Nach starkem Startdrittel kamen die Schweizer nachlässig aus der Pause. «Sie haben vermutlich unterbewusst gedacht, dass es so weitergeht wie im 1. Drittel.» Doch die Weissrussen zeigten ein anderes Gesicht, die Schweizer kamen immer einen Schritt zu spät und zogen die schwächste Phase des Spiels ein. «Das 2:2 gab einen Knacks in der Mannschaft, sie verlor den Faden. Es wurde ein ‚Chnorz‘», so Weber.
«Zeigte die Klasse der Mannschaft»
Doch das Simpson-Team fand den Ausweg aus der schwierigen Situation. Zwar war das Spiel nicht mehr schön zum Zusehen, der Spielfluss ging verloren. «Aber es zeigte die Klasse dieser Mannschaft, dass sie trotzdem einen Weg fand, auch wenn es nicht mehr so lief», so der Experte. Wegweisend für den Sieg war Stephans «Big Save» beim Penaltyversuch von Michail Grabowski.
Nati hat noch Luft nach oben
Nichtsdestotrotz sind noch nicht alle Spieler auf WM-Niveau angekommen. «Es ist sicher noch Potenzial da», so Weber. Aber das habe auch Positives. «Man hat 6 Punkte, obwohl noch nicht alles so läuft, wie man es sich wünscht.» Wenn man den einen oder anderen Makel noch beseitigen könne, habe man grosse Chancen, weit nach vorne zu kommen, so der Experte vielversprechend.
(sas)


