Fussball
Super League
FC Basel deklassiert den FC Zürich
Der FC Basel hat in der 33. Super-League-Runde den Klassiker gegen den FC Zürich deutlich mit 5:1 gewonnen. Die Basler dominierten den letztjährigen Vize-Meister in allen Belangen. Xherdan Shaqiri und Marco Streller glänzten jeweils mit einem Doppelpack.
Nach der 2. Niederlage in Folge sind die Chancen des FC Zürich, in der kommenden Saison im Europacup zu spielen, auf ein Minimum gesunken. Der Rückstand auf Platz 4 (Servette) beträgt 6 Zähler. Der FC Basel dagegen ist in der Liga seit 25 Spielen ungeschlagen und verlor zudem seit dem 26. November 2006 nicht mehr auswärts beim FCZ.
Buff mit frühem Tor
Dabei erwischte das Heimteam den besseren Start: Oliver Buff brachte den FCZ nach 5 Minuten mit dem ersten Angriff in Führung. Der 19-Jährige verwertete eine flache Hereingabe von Stefan Glarner. Für Buff war es der erst 5. Treffer im FCZ-Dress. Das Tor schien den Zürchern Mut zu machen, sie suchten weiterhin den Weg nach vorne.
Shaqiri-Doppelpack
Doch wenige Minuten später zeigte Xherdan Shaqiri, warum er dem FC Bayern München rund 12,5 Millionen Franken Ablöse Wert war. Der Mittelfeldspieler machtezwischen der 10. und 19. Minute aus dem 0:1 ein 2:1. Zuerst verwertete er einen von Mathieu Béda verschuldeten Penalty, dann traf er aus dem Lauf mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern. Für Shaqiri waren es die Saisontore Nummer 7 und 8.
Frei und Buff verschiessen Penaltys
In der Folge entwickelte sich ein attraktives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vor allem die Basler zeigten sich im Spiel nach vorne auch ohne Torschützenkönig Alex Frei brandgefährlich. Für den FCB vergaben Streller, Abraham und Fabian Frei, der einen Foulpenalty verschoss, ausgezeichnete Möglichkeiten. Auf Zürcher Seite sündigten Pedro Henrique, Amine Chermiti und Buff im Abschluss.
Auch Streller mit Doublette
Trotz dieser Fülle an ausgelassenen Torchancen fielen noch Treffer: Valentin Stocker (64.) nach einem Buff-Aussetzer sowie Streller per Handselfmeter (72.) und nach einem Stocker-Zuspiel (82.) erhöhten noch auf 5:1. Der Sieg der Mannschaft von Heiko Vogel ging auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Der FCZ konnte seine spielerischen Schwächen nicht verbergen und blieb gegen den Meister ohne jegliche Chance.
«Wir haben eine Mannschaft gesehen, die nach vorne spielt, selbstbewusst auftritt und eine Einheit ist», sagte FCZ-Verteidiger Ludovic Magnin nach dem Spiel - und er meinte damit natürlich den Gegner. «Das andere Team dagegen ist extrem verunsichert. Wir müssen noch viel an uns arbeiten.»
Protest-Aktion: Keine Fans im Stadion
Das Spiel fand praktisch ohne Zuschauer statt. Weil die angereisten FCB-Fans wegen Scharmützeln von der Polizei am Zugang zum Letzigrund gehindert worden waren, boykottierten auch die FCZ-Fans den Klassiker. Kurz nach Spielbeginn verliess die gesamte «Südkurve» das Stadion und hinterliess ein Plakat mit der Aufschrift «Polizei sta(at)t Stimmung?». Die Fans wollten damit ein Zeichen gegen zu grosse Polizeipräsenz bei Fussballspielen setzen, wie verschiedene Medien berichteten.
(rst)


