WM 2012
Vor Schweiz-Kasachstan
Warnung vor Wundertüte Kasachstan
Der erste Schweizer WM-Gegner Kasachstan ist eine Wundertüte. Die Spieler der Kasachen sind weitgehend unbekannt. Der Grossteil des Teams verdient aber sein Geld in der KHL - schon allein aus diesem Grund tun die Schweizer gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen.
Gleich 14 der 25 gemeldeten kasachischen Spieler verdienen ihr Geld bei Barys Astana in der KHL. Der Klub aus der kasachischen Hauptstadt gehört nicht zu den grossen Teams der zweitbesten Eishockey-Liga der Welt, hat in den letzten 4 Jahren aber stets die Playoffs erreicht.
Für die Schweizer Nati beobachtete Andy Murray die Kasachen. Der Assistent von Trainer Sean Simpson sah ein Team, das physisch, läuferisch und kämpferisch auf höchstem Niveau mithalten kann. Einzig in Sachen Technik ortete man bei den Asiaten Defizite.
«Hier gibt es keine leichten Spiele»
Kein Wunder also, weisen die Nati-Protagonisten bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass der Gegner ja nicht zu unterschätzen sei. «Teams aus kleineren Eishockey-Nationen haben immer wieder gezeigt, dass sie taktisch mithalten können», sagt etwa Morris Trachsler.
Simpson geht sogar noch einen Schritt weiter: «In einem einzigen Spiel kann immer alles passieren.» Die Schweiz müsse sich auf ein hartes Spiel gefasst machen, denn: «Das hier ist eine A-Weltmeisterschaft. Da gibt es keine leichten Spiele», mahnt der kanadische Nati-Coach.
«Die Schweiz ist besser als wir»
Die Kasachen sehen sich in der Aussenseiterrolle. «Die Schweiz ist definitiv die bessere Mannschaft als wir», sagt Stürmer Kostantin Puschkarjow. Der 27-Jährige gehört zum grossen Kontingent der Astana-Spieler. Seine Mannschaft sei bereit und heiss auf die Partie gegen die Schweiz.
«Wir werden alles geben», sagt Puschkarjow. Seine Mannschaft könne kämpferisch mit der Schweiz durchaus mithalten. Seine eigene Rolle umschreibt Puschkarjow wie folgt: «Räume schaffen, Abpraller verwerten, Checks austeilen».
Und vielleicht das entscheidende Tor schiessen? «Ich hoffe es», sagt der Stürmer. Da dürften Simpson und sein Team am Samstag indes definitiv etwas dagegen haben.
(fel)


