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WM 2012

WM 2012

Nati: Eindrückliche Rückkehr des Captains

Samstag, 5. Mai 2012, 18:17 Uhr

Beim 7. WM-Auftaktsieg in Serie hat die Schweiz gegen Kasachstan fast ausnahmslos überzeugen können. Einen grossen Beitrag zum geglückten Start steuerte Captain Mark Streit bei. Nach 2 verpassten Endrunden dirigiert der Berner das Schweizer Spiel, als wäre er nie weg gewesen.

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Interview mit Mark Streit

Letztmals war Mark Streit bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver für die Schweizer Nati aufgelaufen. Bei der WM kurz darauf entschied er sich, wegen seinem angeschlagenen körperlichen Zustand zu passen. Vor einem Jahr liessen ihn die New York Islanders nach einer Schulterverletzung nicht zur Nati reisen.

Viel Einsatzzeit, viele Torschüsse

Nun ist er zurück. Schon in der Vorbereitung zur diesjährigen WM hatte der 34-Jährige verlauten lassen, dass die Vorfreude seinerseits enorm gross sei. Obwohl er sich nicht als «Heilsbringer» in der Nati sieht, ist seine Wichtigkeit unbestritten. Im Startspiel gegen Kasachstan unterstrich er dies einmal mehr.

Kein anderer Spieler der beiden Teams stand länger auf dem Eis (19:15 Minuten) als Streit und keiner schoss so oft wie er auf das gegnerische Tor (7 Versuche). Seine beiden Treffer markierte der Schweizer Captain im Powerplay. Beim 2:0 profitierte er von einem optimalen Querpass von Roman Wick und das Tor zum wichtigen 3:1 war eine Augenweide - Streit zog nach einer Vorlage von Severin Blindenbacher direkt ab und traf mit viel Wucht in die linke obere Torecke.

Streits Tor zum 3:1

Streit: «Aufgabe gut gelöst»

Nach seinem 1. Spiel bei der 12. WM-Teilnahme zeigte sich Streit dementsprechend zufrieden: «Das Resultat und das Powerplay waren sehr gut. Wir liessen die Scheibe gut laufen. Ein Auftaktspiel gegen Kasachstan ist mühsam, eigentlich kann man nur verlieren. Aber wir haben die Aufgabe gut gelöst.»

Doch der Berner lobte sein Team nicht nur in den Himmel. Es habe ein paar Situationen gegeben, «in denen wir mit dem Puck zu leichtsinnig umgegangen sind. Aber am Schluss zählt das Resultat».

Siegesserie zum Auftakt ausgebaut

Ähnlich bilanzierte Ivo Rüthemann den 1. Auftritt der Nati in Helsinki. «Ein 1. Spiel an einer WM ist nie einfach, das hat man vor einem Jahr in der Slowakei gesehen (1:0 n.V. gegen Frankreich). Die ersten 5 bis 10 Minuten waren eng. Nach dem 2:1 konnte wir das 3:1 nachlegen und hatten die Partie anschliessend im Griff.» Wie Streit erzielte Rüthemann 2 Tore (1:0 und 4:1) und gab einmal den Assist (zum 5:1).

Interview mit Ivo Rüthemann

Das 5:1 gegen Kasachstan war der 7. Auftaktsieg der Schweiz an einer WM in Serie. Allerdings hiessen die Gegner dabei Frankreich, Italien, Lettland und nun Kasachstan - allesamt keine «Übermannschaften». Am Sonntag gegen Weissrussland steht indes ein echter Härtetest bevor.

(jäg)