Fussball
Super League
Basel mit «Katersieg» gegen Thun
Basel hat gegen Thun den 20. Sieg im 30. Super-League-Spiel der Saison eingefahren. Dem frischgekürten Meister reichte ein bescheidener Auftritt im eigenen Stadion zum 2:1-Erfolg gegen die Berner Oberländer.
FCB-Coach Heiko Vogel hatte 8 Spieler auflaufen lassen, die beim 3:1 am Sonntag gegen Lausanne nicht in der Startelf gestanden hatten. Einer davon war Stephan Andrist, der das Vertrauen seines Trainers mit einem Tor gegen seinen Ex-Verein in der 16. Minute belohnte. Andrist stand nach einer Flanke von Joo Ho Park am hinteren Pfosten goldrichtig und traf zur Führung für die Hausherren.
Sehenswertes Eigentor von Park
Danach schalteten die Basler einen Gang zurück. Die sonntägliche Meisterfeier schien den FCB-Akteuren noch in den Beinen und Köpfen zu stecken. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit wirkte Park gedanklich etwas abwesend, als der Südkoreaner eine Flanke von Thuns Enrico Schirinzi im Stile eines Goalgetters eiskalt ins eigene Tor drosch.
Frei vom Elfmeterpunkt
Auch nach dem Seitenwechsel traten die Basler etwas gar pomadig auf, so dass Thun dem Führungstreffer näher war als die Rot-Blauen. Nach einer Stunde vergab Schirinzi vor dem hervorragend reagierenden Massimo Colomba, der Yann Sommer ersetzte und eine starke Leistung zeigte.
Aus dem Spiel heraus konnte Basel kaum mehr Chancen kreieren. So überraschte es nicht, dass der Siegtreffer vom Elfmeterpunkt aus fiel. Alex Frei wurde in der 69. Minute von Thun-Keeper David Da Costa von den Beinen geholt und verwandelte den fälligen Penalty gleich selbst. Es war das 23. Saisontor des designierten Torschützenkönigs. Der FC Basel hat somit seit 24 Partien in der Super League nicht mehr verloren, was Klubrekord bedeutet.
Bis Dienstag den Titel gefeiert
Thun musste den Europa-League-Platz an Servette abgeben, das GC 3:0 schlug und nun Vierter ist. Für die Berner wäre in Basel zumindest ein Punktgewinn drin gelegen. «Wir müssen uns vorwerfen, unsere Chancen nicht genutzt zu haben. Zu so vielen Tormöglichkeiten sind wir gegen Basel schon lange nicht mehr gekommen», sagte Thuns Milaim Rama, der in der 81. Minute selbst gesündigt hatte.
Basels Valentin Stocker gestand, dass der Auftritt seiner Mannschaft nicht wirklich überzeugt hatte. Der 23-Jährige nannte auch Gründe dafür: «Es ist kein Geheimnis, dass wir von Sonntag bis Dienstag den Meistertitel gefeiert haben.»
(bon)


