Fussball
«sportlounge»
Alex Frei: «Einen Reifeprozess durchgemacht»
Alex Frei hat momentan allen Grund zum Jubeln. Im Gespräch mit der «sportlounge» blickt der FCB-Stürmer auf die Höhepunkte, aber auch die weniger schönen Momente seiner Karriere zurück und verrät, wie er sich schon intensiv auf die Zeit nach seiner Aktivkarriere vorbereitet.
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Alex Frei läuft im Herbst seiner Karriere nochmals zu Hochform auf. Der FCB-Stürmer steuerte gleich 22 Tore zum Titel der Basler bei. «Ich fühle mich ungemein wohl in Basel», sagt Frei. Er sei ruhiger und ausgeglichener geworden, seit er für Basel spiele, so der 32-jährige Stürmer.
«Ich habe einen Reifeprozess durchgemacht und gemerkt, dass es auch etwas weniger emotional geht», erklärt Frei. Als wichtigen Auslöser für diesen Reifeprozess nennt er die familiäre Situation. Frei hat geheiratet und wird bald erstmals Vater.
Tore und Pfiffe in der Nati
Während sich auf Klubebene ein Karrieren-Ende nach Wunsch abzeichnet, verlief Freis Abschied aus der Nationalmannschaft weniger glücklich. Die Pfiffe im eigenen Stadion von den Schweizer Fans schmerzten sehr. «Klar, das hat mich verletzt. Aber irgendwann muss man lernen, damit umzugehen.» Und seine Meinung zum Thema hat sich natürlich nicht geändert: «Dass Schweizer Anhänger die eigenen Spieler auspfeifen, ist eine absolute Schweinerei.»
In Erinnerung behalten will der 42-fache Nati-Torschütze jedoch die schönen Momente seiner internationalen Karriere: «Früher sammelte ich die Panini-Bildchen der Stars. Plötzlich gehörte ich zu ihnen, das hat mich stolz gemacht. Es ist grossartig, während 10 Jahren Stammspieler der Nati zu sein.»
Die grösste Kritikerin sei ohnehin aus der eigenen Familie gekommen. «Meine Mutter weist mich immer zurecht. Sie merkt sofort, wenn bei mir der Puls wieder einmal etwas zu hoch ist», lacht der Stürmer.
Ordner voller Trainer-Material
Frei ist Vollblut-Fussballer und entsprechend plant er auch die Zeit nach seiner Aktivkarriere im Fussball-Geschäft. «Jeder sollte das tun, was er am besten kann», so Frei. Gerade das Trainer-Metier interessiert ihn, Frei hat bereits erste Diplome erworben. Und er schaut den Trainern genau auf die Finger.
«Je länger, je mehr achte ich auf die Trainingsgestaltung. Ich mache mir dazu auch Notizen, so sind schon einige Ordner an Trainingsübungen zustande gekommen», verrät Frei.
(gaf)


