Fussball
Super League
FCB-Akteure stolz auf «überragende Saison»
Die «Krönung einer Super-Saison» - so lautete der Tenor bei Spielern und Staff des FC Basel nach dem Gewinn der 15. Meisterschaft. Es soll aber nicht der letzte Titel in dieser Spielzeit werden.
Nach 6 Saisonspielen lag der FC Basel auf dem 8. Tabellenplatz, 8 Punkte hinter Leader Thun. «Wir hatten einen kapitalen Fehlstart», blickte Marco Streller zurück. Alle hätten von der «spannendsten bevorstehenden Saison» gesprochen. Gekommen ist es anders. Dass sich der FCB schon 5 Spiele vor Schluss krönen lassen konnte, «ist eine Auszeichnung für uns», sagte der Routinier.
Cupsieg nächstes Ziel
«Der Meistertitel war das oberste Ziel», stimmte Xherdan Shaqiri ein. «Nun wollen wir noch den Cup gewinnen». Am 16. Mai trifft Basel in Bern auf den FC Luzern. Er habe sich im Minimum mit einem Titel aus Basel verabschieden wollen, sagte Shaqiri, der zu Bayern München wechselt. Nun wolle er vor seinem Abgang noch «jedes Spiel geniessen».
Dass sich der Titelgewinn schon länger abzeichnete, macht die Meisterfeier für Benjamin Huggel «nicht weniger schön». Es sei einer seiner unglaublichsten Titel gewesen. Basel habe «den besten Kader und die besten beiden Trainer gehabt».
Huggel: Juristisches Gerangel «unwürdig»
Beim Routinier mischte sich aber leichter Ärger in den Jubel: «Es ist nicht würdig, weder für uns noch für das Publikum, wenn man einen Gerichtsentscheid abwarten muss um zu erfahren, ob man Meister ist.» Der zurücktretende Chef im defensiven Mittelfeld sprach damit auf die hängigen Urteile im Zusammenhang mit dem Punktabzug gegen Sion an.
«Wir wollten den Titel auf sportlichem Weg holen. Jetzt sind wir unabhängig von jeglichen juristischen Winkelzügen Meister», freute sich Trainer Heiko Vogel und ergänzte: «In den letzten Wochen waren wir in einem 'Flow'. Wir haben eine Saison hingelegt, die in der nächsten Zeit wohl unübertroffen bleibt. Darauf bin ich besonders stolz», sagte der Deutsche, der den Chefposten im Herbst von seinem Landsmann Thorsten Fink übernommen hatte.
Dass es trotz des Trainerswechsels mitten in der Saison mit dem Titel geklappt hat, begründete FCB-Präsident Bernhard Heusler damit, dass «Klub und Mannschaft zusammengehalten haben. Es war kein vorbereitetes Szenario.» Insgesamt habe Basel weniger Fehler gemacht als andere - «auf und neben dem Platz».
Vogel: Umbruch kommt - bei Saisonschluss nicht dabei
Trainer Vogel blickte auch bereits auf die kommende Saison voraus, in welcher der FCB ein deutlich anderes Gesicht haben wird: Huggel tritt zurück, Shaqiri wechselt nach München, Granit Xhaka dürfte nach Gladbach abwandern, David Abraham wird umworben.
«Wohl oder übel steht der Umbruch an. Wir verlieren Persönlichkeiten, die nicht zu ersetzen sind. Es wird sehr schwierig, dies zu kompensieren», sagte Vogel, der ankündigte, dass er im letzten Saisonspiel gegen YB am 23. Mai wohl nicht im Stadion sein wird. «Das ist mir zu emotional.»
(boe)


