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WM 2012

Testspiel

Die Schweiz unterliegt Kanada unglücklich

Sonntag, 29. April 2012, 16:01 Uhr

Die Schweizer Nationalmannschaft hat in Fribourg das erste von zwei Testspielen gegen Kanada mit 1:2 nach Penaltyschiessen verloren. Die Kanadier hatten erst 0,8 Sekunden vor Schluss ausgeglichen und damit die drohende Niederlage abgewendet.

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Eishockey: Schweiz - Kanada

Lange geschah wenig in Fribourg, bis Daniel Rubin in der 59. Minute das 1:0 für die Schweiz erzielte. Die Schweizer Führung war verdient, denn die Hausherren hatten das Spiel ab dem 2. Drittel klar dominiert.

Ausgleich 0,8 Sekunden vor Schluss

Als die 6800 Zuschauer schon die Sekunden zur vermeintlichen Schlusssirene herunter zählten, leuchtete die rote Laterne hinter Reto Berra, der zuvor einige Male hervorragend gerettet hatte, doch noch auf. Jordan Eberle hatte 0,8 Sekunden vor der 3. Sirene einen Schuss von Duncan Keith zum Ausgleich abgelenkt. Am Ursprung des Gegentreffers stand Goran Bezina, der die Scheibe nicht aus dem Drittel befördern konnte.

Eberle, der auffälligste Kanadier auf dem Eis, versenkte dann auch den einzigen Penalty im anschliessenden Shootout und führte damit den Olympiasieger zum etwas glückhaften Sieg.

«Es ist schon recht frustrierend, den Ausgleich so kurz vor Schluss noch bekommen zu haben», sagte Berra nach der Partie. Er sei anfangs ein bisschen nervös gewesen. «Ich habe noch nie gegen so viele NHL-Spieler gespielt», meinte der Biel-Keeper, der sich mit einer starken Leistung als Nummer 1 für die WM empfahl.

Schweiz mit klarem Chancenplus

Die Niederlage wäre nicht nötig gewesen. In der regulären Spielzeit hatten es die Schweizer aber verpasst, ihr Chancenplus in Tore umzumünzen. So vergaben Kevin Romy (4.), Roman Wick (35.) und Morris Trachsler (37.) gute Tormöglichkeiten. Auch im Powerplay vermochten die Eidgenossen nicht wirklich zu überzeugen. Zudem musste Schiedsrichter Brent Reiber einen Treffer von Philipp Furrer in der 44. Minute annullieren, weil eine Strafe gegen Ivo Rüthemann angezeigt war.

Auf Seiten der Kanadier war nur Eberle (32. und 55. Minute) gefährlich in Erscheinung getreten. Beide Male scheiterte der 21-jährige Edmonton-Stürmer an Berra. In der Schlusssekunde und im Penaltyschiessen revanchierte sich Eberle dann gegen den Biel-Keeper und führte seine Mannschaft zum Sieg.

Sprunger am Kopf verletzt

«Es war eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft», zeigte sich Sean Simpson dennoch zufrieden. «Schade, dass wir am Ende die Scheibe nicht aus dem Drittel gebracht haben», so der Nati-Coach.

Nati-Coach Sean Simpson im Interview

Nebst der unglücklichen Niederlage mussten Simpson und das Nationalteam einen weiteren Rückschlag verkraften. Julien Sprunger blieb nach der 2. Pause in der Garderobe, nachdem er gegen Ende des 2. Abschnitts mit dem Kopf aufs Eis geprallt war. «Wir hoffen, es ist nicht allzu schlimm. Aber wir wollten in erster Linie kein Risiko eingehen», beruhigte Simpson.

Am Dienstag testet die Schweiz ein 2. Mal gegen Kanada, bevor die Nati an die WM nach Helsinki fliegt. Der 2. Test gegen die «Ahornblätter» findet in Kloten statt.

(bon)