Fussball
Super League
Servette bei Alves-Comeback siegreich
Servette hat gegen die Young Boys im ersten Spiel unter dem neuen alten Coach Joao Alves einen 2:1-Erfolg feiern können. Damit rücken die Genfer bis auf 2 Punkte an die drittplatzierten Berner heran.
Vor ziemlich genau 5 Monaten war Trainer João Alves von der damaligen Servette-Führung entlassen worden - gegen den Willen der meisten Fans und Spieler. Unter dem neuen Coach, João Carlos Pereira, sank die Punkteausbeute der Genfer von 1,31 auf 1,08 Zähler pro Spiel.
Negativ-Serie beendet
Nach dem Fast-Kollaps holte der neue Klub-Boss Hugh Quennec den Portugiesen Anfang Woche als Trainer an die Seitenlinie zurück – mit Erfolg: Nach 6 Partien ohne Sieg feierten die «Grenats» gegen YB einen Last-Minute-Sieg. Damit darf der Aufsteiger wieder von Europa träumen. Mit 38 Punkten nach 31 Runden liegen die Servettiens nur noch 2 Zähler hinter den drittplatzierten Young Boys.
YB-Führung durch Costanzo
Die Partie im mit 9367 Zuschauern gefüllten Stade de Genève wurde vor allem nach der Pause interessant. Nach 50 Minuten passte YBs Moreno Costanzo auf Christoph Spycher, dieser flankte zurück in die Mitte, wo wieder Costanzo freistehend per Kopf traf.
Die Reaktion von Servette kam indes prompt. Nach gut einer Stunde sprang Alain Nef im Strafraum der Ball an die Hand, Schiedsrichter Stephan Klossner zeigte unter den Protesten der Berner auf den Punkt. Marcos De Azevedo, der die letzten beiden Runden verletzt verpasst hatte, versteckte den Ball in der Ecke.
Danach war Servette besser. Es dauerte aber bis zur 90. Minute, ehe das 2:1 fiel. Der eingewechselte Ludovic Paratte bediente in seinem ersten Super-League-Einsatz Ismael Yartey, welcher in die Mitte zog und den Ball im Netz versenkte.
Chaos an der Seitenlinie
In der Nachspielzeit kam es an der Seitenlinie noch zu tumultartigen Szenen, nachdem die Servette-Bank bei einem Einwurf den Ball nicht sofort freigeben wollte. Genfer Betreuer, Coach Alves und zahlreiche Spieler lieferten sich ein Handgemenge. Das Schiedsrichter-Gespann hatte alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen.
Alves erlebte die letzten Spielsekunden bei seinem Comeback auf der Tribüne, am Genfer Heimsieg änderte dies aber nichts mehr. Christian Gross und die Young Boys warten hingegen schon seit 4 Runden auf einen Vollerfolg und haben nur eine der letzten 9 Partien gewonnen. Nun gerät sogar das europäische Geschäft in Gefahr.
(rek)


