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Wimbledon: Das «Nonplusultra» für Federer

Donnerstag, 26. April 2012, 16:04 Uhr

Roger Federer steht vor einem wegweisenden Sommer. Mit drei Grand-Slam-Turnieren sowie Olympia im altehrwürdigen Stadion von Wimbledon jagt ein Highlight das nächste. Dabei träumt der Baselbieter von der Rückeroberung der Nummer 1 - und von Olympia-Gold.

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«Nochmals die Nummer 1 zu werden, das wäre die Krönung, absolut, es wäre unglaublich. Darum setze ich alles daran und habe auch mehr Turniere gespielt», wird Roger Federer im Tages-Anzeiger  zitiert. Und die Rückeroberung der 1. Weltranglisten-Position ist gemäss dem 16-fachen Grand-Slam-Sieger durchaus möglich.

Während der Baselbieter in Roland Garros (Final-Niederlage), Wimbledon (Viertelfinal) und an den US Open (Halbfinal) 2011 nie gewinnen konnte, haben die vor ihm klassierten Rafael Nadal (Sp/ATP 2) und Novak Djokovic (Srb/ATP 1) viel mehr Punkte zu verteidigen. So gewann der Mallorquiner im Vorjahr in Paris, Djokovic in Wimbledon und im Big Apple. Mit Madrid, Rom und Montreal triumphierte der Serbe zudem an 3 von 4 ATP-1000-Turnieren in diesem Zeitraum.

Wimbledon: Federers Lieblingsstätte

Nummer 1 hin oder her – das Highlight in diesem voll bepackten Tenniskalender kennt Federer bereits jetzt. «Für mich war immer Wimbledon das Nonplusultra, und es bleibt weiterhin speziell», so der 30-Jährige gegenüber der Aargauer Zeitung . Er bezeichnet es als «Riesenglück für unsere Generation», dass in diesem Jahr sowohl das Rasen-Grand-Slam-Turnier als auch Olympia in demselben Stadion ausgetragen werden. Olympia besässe zwar den grösseren Seltenheitswert, doch für ihn sei es gleichwertig mit einem Grand Slam.

Federer mit grossen Ambitionen

Seinem 17. Grand-Slam-Titel – auf den der Schweizer seit nunmehr zweieinhalb Jahren wartet – und der Rückeroberung der Nummer 1 ordnet Federer alles unter. Und er gibt sich vor einem der wichtigsten Sommer seiner Karriere voller Zuversicht: «Schön ist, dass ich überall Chancen habe. Ich hoffe, dass ich ein paar dieser Turniere gewinnen kann.»

Die offene Rechnung mit Olympia

Vor allem mit dem olympischen Tennisturnier hat der Baselbieter noch eine Rechnung offen. In Athen 2004 scheiterte er in Runde 2 an Tomas Berdych (Tsch). Noch bitterer war das Aus 4 Jahre später: Als Topfavorit nach Peking gereist, schied er im Viertelfinal gegen James Blake (USA) aus. Stattdessen holte Nadal den Olympiasieg, Federer blieb Gold im Doppel mit Stanislas Wawrinka.

Gegenüber dem Tages-Anzeiger  betonte Federer, dass die Titelverteidigung im Olympia-Doppel ein grosses Ziel sei. Es liege allerdings an ihm, ob es zur Teilnahme käme. «Ich muss auf Wawrinka zugehen, er wäre immer bereit», so Federer. Auch wenn sich der 30-Jährige gar einen Auftritt an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro vorstellen kann, würde er die letzte Lücke in seinem Palmarès wohl lieber früher als später füllen. Und dann würde aus dem Marathon- ein Traum-Sommer.

(sas)