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Die «magische Nacht» der Bayern im Bernabeu
«Überglücklich», «das emotionalste Spiel meiner Karriere», «eine magische Nacht» - die Reaktionen der Bayern-Protagonisten nach dem Erfolg im Champions-League-Halbfinal von Madrid waren überschwänglich.
«Als der Lahm verschossen hat, dachte ich, ich sterbe» - das waren die Worte von Bayern-Präsident Uli Hoeness unmittelbar nach der Partie. Nachdem Real die ersten beiden Penaltys verschossen und Bayern jeweils getroffen hatte, schien die Sache gelaufen. Doch Iker Casillas wehrte in der Folge die Versuche von Toni Kroos und Bayern-Captain Philipp Lahm ab.
«Werden den Tag nie vergessen»
Als Sergio Ramos den 3. von 4 Real-Penaltys verschoss, machte Bastian Schweinsteiger alles klar. «Den Tag werden wir nie vergessen. Wir sind alle überglücklich und kaputt», so Schweinsteiger. Vorstandvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sprach sogar vom «emotionalsten Spiel» seiner Karriere.
Neuer, der in seiner 1. Saison bei den Bayern gleich in den Final der «Königsklasse» vordringen konnte, lobte vor allem die Moral des Teams. «Wir sind überglücklich, dass wir das geschafft haben. Nach dem 0:2 gingen die Köpfe schon ein bisschen runter, aber wir haben uns vertraut und das war der Schlüssel zum Erfolg», so der Torhüter.
Heynckes: «Eine magische Nacht»
Auch Bayern-Coach Jupp Heynckes hatte nur lobende Worte für sein Team übrig. «Wir haben nur in den ersten 15 Minuten Schwierigkeiten gehabt. Danach hat die Mannschaft das Kommando übernommen und über weite Strecken überragenden Fussball geboten», so der 66-Jährige. Es sei eine magische Nacht für den ganzen Verein.
Trio gesperrt
Am 19. Mai könnten sich die Bayern nun also ausgerechnet zuhause zu den Königen von Europa krönen lassen und zum ersten Mal seit 2001 (gegen Valencia) die Champions League gewinnen. Gedämpft wurde die Freudenstimmung im Santiago Bernabeu für 3 Bayern-Spieler: Holger Badstuber, David Alaba und Luis Gustavo sind nach den gelben Karten ausgerechnet in einem der grössten Spiele der Klubgeschichte gesperrt.
Ernüchterung bei Real
Für Real geht die Durststrecke nach dem Out weiter. Die «Königlichen» warten seit dem letzten Triumph von 2002 auf eine Finalteilnahme. Sami Khedira, der sich gegen seine deutschen Kollegen nur allzu gerne durchgesetzt hätte, zeigte sich bitter enttäuscht: «Wir sind alle sehr niedergeschlagen. Wir haben nahezu perfekt angefangen und dann ein bisschen aufgehört, Fussball zu spielen. Das müssen wir zuerst verdauen.»
(sta/Agenturen)


