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Champions League

Chelsea steht im Champions-League-Final

Dienstag, 24. April 2012, 22:40 Uhr

Chelsea hat sich für den Champions-League-Final am 19. Mai in München qualifiziert. Die Londoner erreichten im Halbfinal-Rückspiel in Barcelona ein 2:2 und stehen nach dem 1:0 vor Wochenfrist im Endspiel, wo sie auf Real oder Bayern treffen.

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Chelsea steht im Champions-League-Final

Das krass feldüberlegene Barcelona ging zwar bis zur 43. Minute durch Sergio Busquets und einen Flachschuss von Andrés Iniesta mit 2:0 in Führung und konnte zudem seit einer roten Karte gegen Chelseas John Terry (37. Minute) in Überzahl spielen. Doch Ramires mit einem feinen Lupfer kurz vor der Pause und Fernando Torres nach einem Konter in der Nachspielzeit trafen zum nicht mehr erwarteten 2:2.

Damit steht Chelsea mit dem schweizerisch-italienischen Coach Roberto Di Matteo zum 2. Mal nach 2008 im CL-Final. Titelverteidiger Barcelona, das erstmals seit 2009 wettbewerbsübergreifend drei Niederlagen in Folge kassierte, ist ausgeschieden.

Messi die tragische Figur

Zur tragischen Figur im Camp Nou avancierte ausgerechnet Lionel Messi. Der Barcelona-Superstar, der bereits in der 3. Minute zur 1. Torchance des Spiels kam, schoss in der 49. Minute einen Penalty an die Latte und scheiterte in der 89. Minute am Pfosten. Schon in der 19. Minute hatte er nach einem sehenswerten Doppelpass mit Cesc Fabregas eine glänzende Chance vergeben.

Gegen Chelsea hat Messi überhaupt noch nie getroffen - und steht damit für die Probleme Barcelonas mit den «Blues»: In nurmehr 7 Begegnungen haben die Katalanen die Londoner nicht mehr bezwungen.

Messis verschossener Elfmeter.

Barcelona noch offensiver

Angesichts des Rückstands aus dem Hinspiel hatte Pep Guardiola seine Equipe noch offensiver ausgerichtet als gewohnt. Seine Verteidigerkette hatte er auf 3 Mann zurückgebaut und dafür mit dem 20-jährigen Isaac Cuenca einen zusätzlichen Flügel gebracht. Chelsea ging die Mission «Torvernageln» mit zwei massierten Viererlinien an.

Beide Coaches mussten nach Verletzungen bereits früh wechseln. Bei Chelsea verletzte sich Gary Cahill schon in den Startminuten und musste José Bosingwa Platz machen, bei den Katalanen schied Gerard Piqué nach einem Zusammenstoss mit dem eigenen Keeper Victor Valdés mit Verdacht auf Hirnerschütterung aus.

Terrys unnötige Tätlichkeit

Nach der gerechtfertigten roten Karte gegen John Terry - der Chelsea-Captain liess sich zu einem «Kniestich» gegen Alexis Sanchez hinreissen und verpasst den Final - zog Chelsea-Coach Di Matteo seine Stürmer noch weiter zurück. So war etwa Didier Drogba öfter im eigenen denn im gegnerischen Strafraum anzutreffen.

Zuletzt brachte Barcelona die ganze Feld- und Chancenüberlegenheit nichts ein - auch wegen Petr Cech. Der Chelsea-Keeper war der 3. Held des Teams neben den beiden Torschützen Ramires und Torres. Mit teils grandiosen Paraden machte Cech zahlreiche Möglichkeiten des Heimteams zunichte. In der 82. Minute wäre er zwar zum 3. Mal geschlagen gewesen - das Schiedsrichtergespann erkannte aber auf Offside von Dani Alves.

Bayern oder Real?

Chelseas Finalgegner wird am Mittwoch in der Partie Real Madrid-Bayern München ermittelt. Die Deutschen reisen mit einem 2:1-Polster ins Bernabeu.

«CL-Fluch» hält an

Mit dem Out von Barcelona findet die Champions-League-Serie der eliminierten Titelverteidiger ihre Fortsetzung. Noch nie seit Gründung der CL 1992 hat ein Cupholder im Folgejahr seinen Triumph wiederholen können. Letztes Jahr war Inter Mailand im Viertelfinal ausgeschieden, 2010 Barcelona im Halbfinal. 2009 hatte der «CL-Fluch» Manchester United erst im Final ereilt.

(Agenturen/boe)