Mehr Sport
Kunstturnen
Steingruber überzeugte bei ihrem Heimspiel
3 Wochen vor den Europameisterschaften in Brüssel hat sich Giulia Steingruber beim 3-Länder-Kampf vor ihrem Heimpublikum in Wil SG in guter Form gezeigt.
Das Schweizer Frauen-Team beendete den Länderkampf in der mit 800 Zuschauern ausverkauften Turnhalle Lindenhof in Wil hinter dem überlegenen Sieger Russland, aber vor Grossbritannien auf dem 2. Platz. Von den 6 STV-Turnerinnen kam allerdings keine ohne groben Fehler durch. Schwach waren die Auftritte am Boden und am Stufenbarren.
Steingruber mit Sturz am Boden
Bei der abschliessenden Akrobatikbahn am Boden verzeichnete auch Giulia Steingruber einen Sturz. Ansonsten konnte die Teamleaderin und EM-Mitfavoritin am Sprung mit ihrer Leistung zufrieden sein. Am Paradegerät begnügte sich die Ostschweizerin mit dem einfacheren 2. Sprung, einem Tsukahara mit ganzer Schraube. An der EM in Brüssel wird sie möglicherweise versuchen, noch eine halbe Schraube anzuhängen.
Russland überlegen
Die an der WM in Tokio zweitklassierten Russinnen wurden ihrem Ruf als Anwärterinnen auf olympisches Team-Gold vollauf gerecht. Die Vorstellung der von einem Kreuzbandriss genesenen Aliya Mustafina angeführten Weltklasse-Auswahl liess keine Wünsche offen. Die Britinnen traten nur mit einem B-Team und ohne jene Turnerinnen an, die in Tokio den 5. Rang erreicht hatten.
Metzger machte Werbung
Der Länderkampf in Wil war für Giulia Steingruber ein Heimspiel. Sie kommt aus dem nur 20 km entfernten Gossau und hat im organisierenden Trainingszentrum «Fürstenland Frauen» mit dem Kunstturnen angefangen.
Von den sechs Schweizerinnen traten die 15-jährige Caterina Barloggio sowie die beiden 16-jährigen Nadia Mülhauser und Sara Metzger erstmals zu einem Elite-Länderkampf an. Metzger war für die EM ursprünglich nur als Ersatzturnerin vorgesehen. Nach der ansprechenden Vorstellung in Wil wird sie Sarina Gerber aber mit grösster Wahrscheinlichkeit verdrängen.
(si/rek)


