Eishockey
Playoff-Final
ZSC Lions sorgen für den grossen Showdown
Die ZSC Lions haben zum 2. Mal in Folge eine vorzeitige Berner Meisterfeier verhindert. Die Zürcher gewannen Spiel 6 des Playoff-Finals zuhause gegen den SCB mit 6:3. Damit kommt es am Dienstag in der Hauptstadt zum 7. und alles entscheidenden Spiel.
Spektakuläre Minuten hatten die Fans im diesjährigen Playoff-Final noch wenige geboten erhalten. Spiel 6 entschädigte diesbezüglich für etliches. Es fielen Tore, viele davon innert kürzester Zeit und scheinbare Vorentscheidungen wurden sogleich über den Haufen geworfen.
Sieger des 6. Final-Aktes waren am Ende verdientermassen die ZSC Lions, die damit das Break vom Donnerstag bestätigen und die «Belle» vom kommenden Dienstag erzwingen konnten. Der SC Bern verspielte somit auch den 2. Matchpuck.
Turbulentes Mitteldrittel
Den Grundstein zum 2. Sieg de suite legte der ZSC im Mittelabschnitt, welcher zum Highlight der bisherigen Serie avancierte. Thibaut Monnet, Andres Ambühl und Captain Mathias Seger trafen zwischen der 25. und 27. Minute binnen 144 Sekunden zum 3:0. Bereits im Startdrittel hatten die Lions die besseren Chancen kreiert, nun wurden sie für den forschen Einsatz reichlich belohnt.
Ausgerechnet Ryan Gardner, der zuvor in der Final-Serie kaum in Erscheinung getreten war, brachte den SCB mit 2 Toren wieder heran. Er benötigte für seine Treffer nur 76 Sekunden. Doch freuen konnte er sich nur kurz, Domenico Pittis erhöhte auf 4:2 für die Gastgeber. Es war bereits das 2. Powerplay-Tor für den ZSC, der sich in numerischer Überzahl zuletzt schwer getan hatte.
Berner Tore stacheln Lions an
Matchentscheidend war, dass auch der ZSC auf die Tore des Gegners stets eine Antwort auf Lager hatte. So auch nach dem erneuten Anschlusstreffer von Martin Plüss (42.), als Patrik Bärtschi nur 4 Minuten später die Scheibe in die Maschen setzte. Damit war zugleich der Arbeitsabend von SCB-Keeper Marco Bührer zu Ende. Er wurde durch Olivier Gigon ersetzt.
Bern konnte kein 3. Mal reagieren. Da machten sich auch die Änderungen in der Aufstellung nicht bemerkbar. Trainer Antti Törmänen hatte für das 6. Duell Joel Kwiatkowski für Travis Roche und Jean-Pierre Vigier für Jean-Pierre Dumont gebracht.
Sulanders 32 Sekunden
Die letzten Minuten verkamen zum ZSC-Festakt: Jeff Tambellini sorgte per «empty netter» für das 6:3 und 32 Sekunden vor Schluss durfte Lions-Ersatztorhüter Ari Sulander einen letzten Heimauftritt geniessen. Der finnische Kult-Keeper tritt Ende Saison nach 14 Jahren beim ZSC zurück.
Den Bernern bleibt nach dem Ausgleich in der Serie vor allem die Erinnerung an den letzten Titel. 2010 hatten sie im Final ebenfalls ein 3:1 gegen Genf verspielt, kürten sich dann aber im Showdown zum Meister.
(jäg)


