Eishockey
NLA
14 Spielsperren gegen Morant
Nationalliga-Einzelrichter Reto Steinmann hat gegen SCB-Haudegen Johann Morant die erwartet harte Strafe verhängt: Der SCB-Verteidiger wurde wegen seiner Prügelattacke am vergangenen Samstag im Playoff-Final für 14 Spiele gesperrt und mit 1000 Franken gebüsst. Es ist die zweitlängste Sperre, die in der Schweiz je verhängt wurde.
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Morant hatte im 3. Playoff-Finalspiel gegen die ZSC Lions am vergangenen Samstag (3:0) Cyrill Bühler mit mehreren Faustschlägen auf den Hinterkopf und in die Nackengegend eingedeckt sowie anschliessend den eingreifenden Linienrichter umgestossen. Diese Vergehen wiegen schwer und seien dementsprechend streng zu bestrafen, hiess es in der Urteilsbegründung der National League.
«Eines der schwersten Delikte überhaupt»
Morant habe mit seiner Attacke gravierende Verletzungen seines Gegners in Kauf genommen, zumal er mit den Schlägen auch nicht aufhörte, als Bühler bereits am Boden lag. Für dieses «absichtliche Foul mit potentiell gravierender Verletzungsfolge» sind 5 bis 10 Spielsperren vorgesehen.
Die übrigen Spielsperren sind auf das Umstossen des Linienrichters zurückzuführen. Dies sei ein Angriff auf die physische Integrität des Unparteiischen und «deshalb als eines der schwersten Delikte überhaupt zu betrachten.»
2 Sperren schon abgesessen
Der SC Bern kann gegen das Urteil innert 5 Tage rekurrieren. Die ersten beiden Spielsperren hat Morant bereits in den Spielen 4 und 5 des Playoff-Finals verbüsst und er wird gegen die Lions auch nicht mehr antreten. Den Grossteil der Strafen geht jedoch zu Lasten des HC Lugano, für den Morant ab der kommenden Saison spielen wird.
Zweitlängste Sperre überhaupt
Die 14 Spiele ist die zweitlängste Sperre, die in der Schweiz je verhängt wurde. Im November 2000 kassierte der für den Erstligisten Wiki-Münsingen spielende Verteidiger Reto Schmutz 19 Spielsperren, nachdem er einem Linienrichter einen Faustschlag verpasste.
(mos)


