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Eishockey

Playoff-Final

Erster Matchpuck für den SC Bern

Donnerstag, 12. April 2012, 8:24 Uhr

Der SC Bern kann heute (ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei») alles klar machen: Mit einem Sieg könnten die Berner ihren 13. Meisterpokal in die Höhe stemmen. Die ZSC Lions sollten aber noch lange nicht abgeschrieben werden. In vergangenen Final-Serien hatten die Zürcher bereits erstaunliche Comebacks gefeiert.

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Ab heute kann jedes Playoff-Finalspiel das letzte sein. Der SC Bern führt in der Serie 3:1 und kann mit dem 4. Sieg die Meisterschaft entscheiden. Die Ausgangslage ist dieselbe wie beim letzten Titelgewinn vor 2 Jahren, als der SCB nach 4 Spielen zuhause gegen Servette alles klar machen konnte. Auch damals stellten sich die Berner bereits auf eine Meisterfeier im eigenen Stadion ein.

Das Ende des «Heimfluchs»

Gekommen ist es anders: Servette kam noch einmal auf 3:3 heran und erst der 4:1-Sieg sicherte den Hauptstädtern den 12. Titel. Es war - seit Einführung der Playoffs - der erste Titel überhaupt, den sie im eigenen Stadion feiern durften. Davor hatten sie 5 Mal auswärts triumphiert. Der Berner «Heimfluch» war das erste Mal gebrochen.

SCB-Torhüter Marco Bührer bleibt vor Spiel 5 gegen die ZSC Lions auf dem Boden: «Ein vierter Sieg ist nie einfach. Wir müssen dieses Spiel einfach als ganz normale Partie ansehen.»

Dumont kehrt zurück

Die Situation wird vereinfacht dadurch, dass der SCB wieder auf seinen besten Playoff-Skorer Jean-Pierre Dumont zurückgreifen kann. Der 34-jährige Frankokanadier war im zweiten Spiel wegen einer Schulterverletzung ausgefallen. Seither wurde über die Schwere der Verletzung spekuliert. Nun gibt Dumont Entwarnung: «Ich hatte Glück. Ich habe keine Schmerzen mehr und bin bereit.»

Lions bleiben gefährlich

Für die ZSC Lions ist die Aufgabe schwierig. Das Wasser steht den «Löwen» bis zum Hals. Und um bei den Metaphern zu bleiben: Angeschossene Tiere sind bekanntlich am gefährlichsten. Dies bewiesen sie bei ihren letzten beiden Meistertiteln 2001 und 2008. In beiden Serien gelang es den Zürchern, einen Zweispiele-Rückstand noch zu korrigieren.

2001 war die Ausgangslage identisch: 3:1 führte der HC Lugano und im Tessin wurden die Weinkeller für die Meisterfeier bereits geplündert. Doch die Serie wurde zum Luganeser Trauma. Der ZSC unter Trainer Larry Huras gewann die nächsten 3 Spiele und holte sich den Titel.

Damals schon dabei waren ZSC-Legende Ari Sulander und Mathias Seger, die den Teamkollegen nun berichten können, wie man auch aus einer scheinbar aussichtslosen Situation heraus noch Meister werden kann.

Hartley mit Kampfansage

ZSC-Headcoach Bob Hartley gibt sich dementsprechend kämpferisch. «Wir liegen zwar 1:3 zurück, aber das ist kein Grund aufzugeben», so der 51-jährige Kanadier. «Wir können 3 Spiele hintereinander gewinnen. Die Spieler haben die Energie und vor allem den Willen dazu.»

(gio)