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Tom Lüthi: «Er muss mir einfach mehr Platz lassen»
Tom Lüthi hat sich nach dem knapp entgangenen Sieg beim GP in Katar sichtlich enttäuscht gezeigt. Das aggressive Manöver von Marc Marquez bezeichnete der Berner als «unfair». Für die Rennleitung war es hingegen «am, aber nicht über dem Limit.»
«Er darf nicht derart nach links ziehen», sagte Tom Lüthi über die Aktion von Marc Marquez, mit welcher der Spanier den Schweizer zu Beginn der Schlussrunde von der Strecke und der Spitze verdrängte. «Bei einem Top-Speed um die 280 km/h ist ein solches Manöver sehr gefährlich», ergänzte Lüthi.
Bremsen war keine Variante
Ihm sei in dieser Situation gar keine andere Wahl geblieben, als von der Bremse zu gehen: «Er drängte mich auf die Curbs. Diese sind abgestuft. Wenn ich dort bremse, komme ich zu Fall.» Früher vom Gas zu gehen, war für Lüthi keine Option. «Das hätte für die Fahrer hinter uns gefährlich werden können», meinte der Berner.
«Er muss mir einfach mehr Platz lassen. Ein Meter, ja sogar ein halber Meter hätte genügt», so Lüthi. Der Moto2-Pilot bezeichnete Marquez' Verhalten als «sehr gefährlich und unfair.» Dies sah die Rennleitung um Renndirektor Mike Webb anders. Diese taxierte das Manöver als «am, aber nicht über dem Limit.»
Keine Strafen
Die Rennleitung sah denn auch von einer Sanktion gegen Marquez ab, obwohl Lüthi nach dem Rennen seine Sicht der Dinge geschildert hatte. Auch der Schlag des Berners auf den Unterarm des Spaniers während der Auslaufrunde bleibt ohne Konsequenzen.
Mit dem Verlauf des GP von Katar zeigte sich Lüthi bis zum verhängnisvollen Zwischenfall weitgehend zufrieden. Der Rückfall von Platz 1 auf Position 6 sei zwar nicht geplant gewesen. «Aber danach konnte ich gut aufholen und das Tempo mitgehen. Das ist das Wichtigste.»
«Es wird weitere Fights geben»
Für Lüthi geht es nun darum, die Enttäuschung über den 5. Platz möglichst rasch abzuhaken. Der 25-Jährige blickt kämpferisch nach vorne: «Es wird weitere Fights geben. Ich hoffe einfach, dass es in Zukunft fair bleibt.»
(rek)


