Eishockey
Playoff-Final
Rückblick: Als sich Berner und Zürcher prügelten
In den 1990er-Jahren sind der SC Bern und die ZSC Lions dreimal in den Playoffs aufeinander getroffen und immer konnte der Hauptstadt-Klub gewinnen. Die Duelle zwischen den beiden Teams wurden aber zusehends knapper - und aggressiver.
In den Playoff-Halbfinals 1992 trafen der SCB und der ZSC zum ersten Mal in den Playoffs aufeinander. Die Zürcher, damals noch mit Arno del Curto als Trainer, hatten in den Viertelfinals sensationell das «grosse» HC Lugano eliminiert. Gegen den späteren Meister mit dem überragenden Alan Haworth hielt der «Zett» dann nur im 1. Spiel mit (1:2 nach Verlängerung). Nach zwei weiteren Niederlagen (1:4, 4:7) war die Serie bereits beendet.
Bern mit kurzem Umweg
Vier Jahre später duellierten sich Bern und Zürich bereits in den Viertelfinals. Nach einer 1:7-Pleite zum Auftakt im 1. Spiel gelang den Zürchern eine Reaktion und sie siegten im Hallenstadion mit 5:4. Dann aber setzte sich mit den «Mutzen» doch die stärkere und «bösere» Mannschaft durch. Beim 5:1 und 5:2 in den Spielen 3 und 4 hatte der SCB den ZSC wortwörtlich vom Eis gearbeitet. Trotzdem reichte es dem SCB in der Folge nicht zum Titel, Kloten war im Final deutlich besser.
Als Orlando zuschlug...
Noch ruppiger zu und her ging es in der letzten Playoff-Serie der beiden 1997. Nachdem der ZSC als Achter der Qualifikation gegen den Quali-Sieger in der Best-of-5-Serie mit 2:0 in Führung gegangen war, schlugen die Berner unter der Regie von Gaetano Orlando zurück. In einem Spiel mit 142 Strafminuten und Dutzenden Schlägereien siegte der SCB gegen einen läuferisch starken ZSC mit 7:2 und läutete damit die Wende ein.
Wenige Wochen nach dem Ende dieser Serie fusionierte der ZSC mit GC zu den «Lions» und legte damit die Basis für eine erfolgreichere Zukunft. Der SCB dagegen wurde mit einem 3:1-Finalsieg gegen Zug zum 10. Mal Schweizer Meister. Man darf gespannt sein, welche Geschichte die Finalserie zwischen Bern und Zürich im Jahr 2012 noch schreiben wird...
(rst)


