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Stocker: «Wunderschön, aber es ist noch nicht vorbei»
Grosse Freude, aber kein überschäumender Jubel. Beim FC Basel gab man sich nach dem 1:0-Triumph gegen Bayern München zurückhaltend, blickte bereits auf das Rückspiel in drei Wochen. Bei Bayern München dagegen sind weitere düstere Wolken aufgezogen. Das Team ist aus dem Tritt.
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Rückkehrer Valentin Stocker war beim Abpfiff nach hochspannenden 94 Minuten im Basler St.Jakob-Park der gefeierte Mann. Mit seinem präzisen Flachschuss hatte der nach 66 Minuten eingewechselte Offensiv-Akteur für den vielleicht grössten Sieg einer Schweizer Klub-Mannschaft gesorgt: «Wunderbar, dass ich gleich das Siegestor schiessen konnte. Aber es ist noch nicht vorbei, es gibt noch einen Match. Sonst wäre die Freude wohl doppelt so gross», blickte der 22-Jährige ganz professionell bereits voraus.
Yann Sommers Schlüsselparaden
Zu Beginn der Partie stand aber ein anderer Basler Youngster an der Basis des Triumphs. Keeper Yann Sommer verhinderte in den Startminuten mit zwei Paraden gegen Franck Ribéry einen vielleicht fatalen frühen Rückstand: «Heute hat alles gepasst, das Glück war auf unserer Seite. Es war kein einfacher Match, Bayern München ist eine der besten Mannschaften der Welt. Wir mussten viel rennen, aber wir haben eine Riesenkondition im Team», sagte der Vize-Europameister der Schweizer U21.
Für Sommer war die Startphase auch der Schlüssel zur eigenen starken Leistung: «Wenn man den ersten Ball hat, dann ist man sofort im Spiel. Das Glück war heute auch auf meiner Seite, aber ich bin überglücklich über den Sieg«.
Heiko Vogel mit 1. Halbzeit nicht zufrieden
Ein «Haar in der Suppe» fand Basels Coach Heiko Vogel, der seinem ehemaligen Arbeitgeber eine empfindliche Niederlage zufügte: «In der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Wir waren defensiv ganz okay. Aber offensiv kam zu wenig. Nach der Pause wurde dies besser. Wir freuen uns über den Sieg. Aber wir sind uns bewusst, dass dies nur ein Teilerfolg ist. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Willen, ein Selbstverständnis und ein Urvertrauen in die eigenen Qualitäten. Wir harmonieren perfekt», beurteilte Vogel die starke Leistung seiner Mannschaft.
Nachdenklicher Manuel Neuer
Die Bayern auf der Gegenseite waren nach dem Spiel zutiefst enttäuscht. Sie konnten auch in Basel nicht verbergen, dass momentan Sand im Getriebe der Star-Equipe ist: «Das ist ganz bitter für uns. Man kann nicht sagen, dass es unverdient war. Wir müssen intern Dinge ansprechen, die nicht stimmen», sagte Keeper Manuel Neuer, der sein Team in der ersten Halbzeit mit einigen Paraden im Spiel gehalten hatte.
Coach Jupp Heynckes trieb vor allem der Gegentreffer kurz vor Schluss die Zornesröte ins Gesicht: «Der steht da ganz blank, das darf überhaupt nicht passieren. Das lag am gesamten Abwehrverbund», schimpfte der ehemalige Nationalspieler.
Beckenbauer bangt, Hoeness optimistisch
Ehrenpräsident Franz Beckenbauer schwante im Hinblick auf das Rückspiel in 3 Wochen Böses: «Das ist kein gutes Ergebnis. Basel ist auch in der Lage, auswärts ein Tor zu schiessen. Dann müsste man schon drei machen. Es ist schon bedenklich, was hier passiert ist, weil Basel das Spiel verdient gewonnen hat», so der «Kaiser».
Optimistischer beurteilte Präsident Uli Hoeness die unerwartete Lage: «Es war auf dem sehr schlechten Terrain kein gutes Spiel, das war auch nicht möglich. Der Sieg der Basler war nicht ganz verdient, ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Basel hat aufopferungsvoll gekämpft, doch ich bin mir sicher, dass wir das im Rückspiel noch schaffen werden.»
(ac)
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