Fussball
Fall Servette
Neues Ungemach für Servette?
Der Kanton und die Stadt Genf verlangen eine Wirtschaftsprüfung beim finanziell in Schieflage geratenen Super-League-Verein Servette. Die Behörden wollen sicherstellen, dass öffentliche Gelder in der Höhe von einer halben Million Franken ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt wurden.
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Wie der Westschweizer TV-Sender «TSR» berichtete, schickten die Behörden Ende letzte Woche einen entsprechenden, an Servettes Präsidenten Majid Pishyar adressierten Brief.
Letztes Jahr bezahlten der Kanton und die Stadt für die laufende Saison je 250'000 Franken an die Nachwuchsförderung des Klubs. Man wolle überprüfen, ob das Geld wie abgemacht für die Ausbildung junger Spieler verwendet worden sei, sagte Olivier Mutter, Direktor für Sport im Kanton Genf.
Fehlendes Vertrauen
Finanzexperten des kantonalen Sportdepartements sollen die Prüfung durchführen. Der geforderte Einblick in die Bilanzen von Servette zeugt nicht von Vertrauen in Servettes Klub-Besitzer Pishyar. Der iranische Geschäftsmann fordert seit Wochen Geld von der Genfer Öffentlichkeit, um den drohenden Konkurs zu verhindern.
Zeit läuft gegen Servette
Servette hat offene Rechnungen in der geschätzten Höhe von 2,5 bis 4 Millionen Franken. Einige Gläubiger verschoben letzten Freitag ein Ultimatum bis Mitte dieser Woche und gewährten Pishyar damit weitere Zeit, um seine Schulden zu begleichen.
(si/sil)
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