Inhalt

Davis Cup

US-Team: Trotz Absenzen nicht zu unterschätzen

Mittwoch, 8. Februar 2012, 13:54 Uhr

Am kommenden Wochenende trifft die Schweiz in der 1. Runde des Davis Cups auf Rekordsieger USA, der nicht in Bestbesetzung antritt. Doch auch ohne Andy Roddick (ATP 19) und Doppel-Spezialist Bob Bryan hat Team-Captain Jim Courier eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Videoplayer
Davis Cup: Interview mit Jim Courier

32 Mal durften die USA bereits den Davis Cup in die Höhe stemmen. Courier vertraut beim Anlauf zum 33. Sieg auf ein Quartett bestehend aus Top-Ten-Spieler-Mardy Fish (ATP 8), Aufschlag-Experte John Isner (ATP 17), Jungtalent Ryan Harrison (ATP 95) sowie Mike Bryan, der zusammen mit Bruder Bob das weltbeste Doppelpaar bildet.

2 gewichtige Absenzen

Mike muss in Fribourg aber ohne Bob auskommen, der kürzlich Vater einer Tochter namens Micaela geworden ist und den Trip in die Schweiz deshalb auslässt. Auch Roddick, der in der vergangenen Dekade stets dem US-Team angehört hatte, musste Forfait geben. Ihn plagt seit den Australian Open eine Wadenverletzung.

US-Team: Phase der Veränderung

Team-Captain Jim Courier, der die USA im 2. Jahr anführt und als Spieler selbst zweimal den Davis Cup gewann, ist trotz den gewichtigen Absenzen überzeugt, gegen die Schweiz alle Chancen zu besitzen: «Unser Team befindet sich zwar in einer Phase der Veränderung, doch wir haben eine gute Mischung aus Routiniers und hungrigen Neulingen. Die Spieler sind gesund und bereit.»

Die Rahmenbedingungen in Fribourg stimmen jedenfalls. Courier ist voll des Lobes über die Organisation des Veranstalters: «Die Organisatoren machen einen tollen Job. Alles ist sehr angenehm hier. Unangenehm könnte es erst werden, wenn wir spielen», fügte der 41-Jährige verschmitzt an.

Ob seine Mannschaft für einen weiteren Titel bereit ist, muss sich zeigen. Letztmals triumphierten die Amerikaner 2007 im Davis Cup. Damals sorgten Roddick, James Blake und die Bryan-Zwillinge für einen 4:1-Sieg über Russland.

Duo auf Formsuche

Trotz Roddicks Fehlen sind die US-Einzel mit Fish und Isner sicherlich stark besetzt. Doch Fish, der seit 2009 auf der ATP-Tour richtig durchstarten und sich bis in die Top-Ten vorarbeiten konnte, ist in der noch jungen Saison auf Formsuche. An den Australian Open war für die Weltnummer 8 bereits Runde 2 Endstation.

Nicht viel besser lief es für den 2-Meter-Mann Isner, der in Melbourne zwar in die 3. Runde vorstossen konnte, dort aber Feliciano Lopez (Sp, ATP 19) unterlag. Ob die beiden Hart-Platz-Spezialisten aber ausgerechnet auf dem Fribourger Sand zu ihrer Form finden, ist fraglich.

Wer spielt das Doppel?

Im US-Doppel dürfte Mike Bryan gesetzt sein. Welchen Partner Courier ihm aber zur Seite stellt ist noch unklar. Doch der Team-Captain hat gute Alternativen. Fish und Isner kommen zusammen auf 11 Doppel-Titel auf der ATP-Tour. 2008 in Newport triumphierte das Duo sogar gemeinsam. Die Schweizer sind also gewarnt.

(sil)