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Daviscup
Federer im Daviscup: Gloriose Siege und eine bittere Pleite
Wenn am Wochenende das Daviscup-Team in Fribourg in der 1. Runde gegen die USA spielt, geht Roger Federer zum 21. Mal für die Schweiz auf Punktejagd. In seinen 36 Einzeln, die er seit seinem Debüt 1999 bestritten hat, erlebte der Baselbieter viele Höhenflüge, aber auch einige schmerzhafte Momente.
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Es ist das erste Mal seit 8 Jahren, dass Federer schon im Februar im Daviscup antritt. In den vergangenen Saisons legte der Schweizer den Fokus nicht auf den Team-Wettkampf, sondern auf die ATP-Tour. Er griff jeweils erst im Herbst in das Geschehen ein, als es darum ging, den Verbleib in der Weltgruppe zu sichern.
Federer und der Daviscup sind eine Erfolgsgeschichte - auch wenn dem 16-fachen Grand-Slam-Gewinner bislang ein Finaleinzug verwehrt geblieben ist. Seit 1999 bestritt er im Daviscup 36 Einzelpartien für die Schweiz - dabei ging der Baselbieter nur 6-mal als Verlierer vom Court.
Siegreiches Debüt
Seine allererste Daviscup-Partie hatte Federer bereits für sich entscheiden können: Am 2. April 1999 besiegte er den Italiener Davide Sanguinetti in der Eishalle von Neuenburg mit 6:4, 6:7, 6:3 und 6:4. Der damals 17-Jährige, der zusammen mit Marc Rosset die Einzel bestritt, legte mit dem Sieg die Basis fürs Weiterkommen.
Auch mit den USA, dem Gegner vom kommenden Wochenende in Fribourg, hat Federer gute Erfahrungen gemacht: Vor genau 11 Jahren sicherte er den Schweizer Sieg in der 1. Daviscup-Runde mit einem 7:5, 6:2, 4:6 und 6:2 gegen Jan-Michael Gambill, die damalige Nummer 55 der Welt. Es blieb bis heute der einzige Erfolg der Schweiz gegen den Rekordsieger (32 Titel).
Seit 15 Daviscup-Einzeln ungeschlagen
Einen weiteren bemerkenswerten Sieg markierte Federer im September 2006 gegen Novak Djokovic: Die damalige Weltnummer 1 deklassierte die heutige Nummer 1, die damals im ATP-Ranking an 21. Stelle klassiert war, mit 6:3, 6:2 und 6:3. Federer bewahrte damit die Schweiz vor dem Abstieg.
Der jüngste Erfolg liegt noch gar nicht weit zurück: Mit einem 6:2, 7:5, 3:6 und 6:3 im vergangenen September in Sydney gegen das australische Talent Bernard Tomic feierte Federer im Daviscup seinen 15. Einzel-Sieg de suite. Nachdem Stanislas Wawrinka das 5. Einzel gegen Hewitt gewinnen konnte, gelang der Schweiz nach einem Jahr in der Europa/Afrika-Zone der Aufstieg.
Nur 2 Niederlagen in 11 Jahren
Doch Federer verlor auch im Daviscup ab und an eine Partie: Nachdem er aber von seinen ersten 6 Daviscup-Partien deren 4 verloren hatte, kassierte er seit Juli 2000 nur noch 2 Niederlagen in 28 Einzeln. Seine Bezwinger während dieser Zeit hiessen Nicolas Escudé und Lleyton Hewitt. Gegen den Franzosen unterlag er im Viertelfinal 2001 relativ deutlich mit 4:6, 7:6, 3:6 und 4:6.
Der Krimi gegen Hewitt
Weitaus besser in Erinnerung ist die Pleite gegen Hewitt - Federers bis heute letzte Einzel-Niederlage im Daviscup. Am 21. September 2003 verlor die damalige Weltnummer 3 in Melbourne im Halbfinal gegen den Australier mit 7:5, 6:2, 6:7, 5:7 und 1:6 - trotz 5:3-Führung im 3. Satz. Während die Australier im Anschluss den Pokal zum 28. Mal gewinnen konnten, stand die Schweiz seither nie mehr so nah vor dem Finaleinzug. Vielleicht klappt es 2012, im 14. Anlauf in der «Ära Federer».
Daviscup: Schweiz - USA live bei «SF zwei»
«SF zwei» überträgt den Daviscup-Achtelfinal Schweiz - USA in Freiburg live. Los geht es am Freitag ab 12.35 Uhr, das Doppel folgt am Samstag ab 14.20 Uhr, die abschliessenden Einzel sehen Sie am Sonntag ab 11.50 Uhr. Sie können die Spiele von Roger Federer und Stanislas Wawrinka auch im Livestream mitverfolgen.
(rst)
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