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Sapporo 1972

Sapporo 1972: Historischer Schweizer Doppelsieg

Dienstag, 7. Februar 2012, 16:54 Uhr

Vor genau 40 Jahren haben Bernhard Russi und Roland Collombin in Sapporo für den ersten Schweizer Doppelsieg in einer Olympia-Abfahrt gesorgt. SF-Co-Kommentator Russi hat den Höhepunkt seiner Karriere noch heute «gestochen scharf» in Erinnerung.

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Sapporo 1972: Historischer Schweizer Doppelsieg («sportaktuell»)

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2 Tage nach dem Abfahrtssieg von Marie-Theres Nadig doppelten Bernhard Russi und Roland Collombin im japanischen Sapporo nach. Die Abfahrts-Spezialisten holten an den Olympischen Spielen 1972 überlegen Gold und Silber. Es sollte der erste von zwei olympischen Schweizer Abfahrts-Doppelsiegen der Geschichte sein.

«Die wahre Begeisterung habe ich erst bei der Rückkehr in die Schweiz gespürt», erzählt Russi heute. Obwohl es 40 Jahre her ist, hat der mittlerweile 63-Jährige seine erste Teilnahme an den Olympischen Spielen «gestochen scharf» in Erinnerung. Es sei der extremste Tag seiner Karriere gewesen.

Das lange Warten

Mit Startnummer 4 legte Russi in der Olympia-Abfahrt eine neue Bestzeit in den Schnee. Nachdem der Druck auf der Anreise immens gross geworden sei, habe er vor dem Start beschlossen, die Fahrt «auch dem Schicksal zu überlassen». «Nach der Bestzeit habe ich gewusst, dass es nicht schlecht ist», so der Urner. Doch das Warten auf die letzten Favoriten sei «elend lang» gewesen, erinnert er sich lachend.

Russis Highlight...

Olympiagold war für den damals 23-Jährigen die Bestätigung seiner vorangehenden Dominanz in der Speed-Disziplin. Gleichzeitig war es auch sein Karrierehöhepunkt: Der Sieg hat für den Urner «den wichtigsten Stellenwert». Nach Sapporo standen Russi denn auch vermehrt Collombin und Überflieger Franz Klammer vor der Sonne - so auch 1976 in Innsbruck, als Russi hinter dem Österreicher Olympia-Silber gewann.

...Collombins Durchbruch

Dagegen kam Collombins Silbermedaillen-Gewinn in Sapporo eher überraschend. Der damals 20-jährige Walliser hatte zuvor noch nie einen Podestplatz erreicht. Doch nach Japan kam sein Durchbruch: In den 2 darauffolgenden Jahren prägte Collombin das Abfahrtsgeschehen mit dem zweimaligen Gewinn der kleinen Kristallkugel.

Doch 1974 stürzte er beim Weltcup-Auftakt in Val-d’Isère schwer. Er musste ein Jahr aussetzen, ehe er bei seiner Rückkehr im Training an derselben Stelle erneut stürzte. Danach musste Collombin seine Karriere beenden.

(sas)