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Afrika Cup 2012

Afrika Cup: Wer zieht ins Endspiel ein?

Dienstag, 7. Februar 2012, 15:27 Uhr

Die beiden Topfavoriten Ghana und Elfenbeinküste sind weiterhin auf dem Weg zum Traumfinale beim Afrika Cup 2012. Am Mittwoch trifft Ghana im Halbfinal auf Sambia und die Elfenbeinküste bekommt es mit Mali zu tun. Gelingt den Underdogs eine Überraschung?

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Statistisch betrachtet kann es beim ersten Halbfinal-Spiel zwischen Sambia und Ghana nur einen Sieger geben. Die «Black Stars» aus Ghana haben viele Söldner aus den europäischen Top-Ligen im Kader und gemäss transfermarkt.de einen Gesamt-Marktwert von rund 96 Millionen Franken. Sambia oder «Chipolopolo» (Die Gewehrkugeln)  - wie die Mannschaft in der Heimat genannt wird - kommt da gerade einmal auf 11 Millionen Franken.

Ayew besonders gefährlich

Sambia, mit YB-Star Emmanuel Mayuka wird sich dennoch nicht so leicht geschlagen geben. Die Sambier beendeten die Vorrunden-Gruppe auf Rang 1 und besiegten den Sudan im Viertelfinal klar mit 3:0. Aufpassen müssen sie aber besonders auf Aussenstürmer André Ayew. Der 22-Jährige von Olympique Marseille spielt eine hervorragende Saison und hat den 4-maligen Afrika-Cup-Gewinner gegen Tunesien in der Verlängerung ins Halbfinal geschossen.

Alles andere als ein Sieg von Ghana wäre eine Sensation.

Bild Die Elfenbeinküste ist gegen Mali klarer Favorit.
Die Elfenbeinküste ist gegen Mali klarer Favorit. reuters

David gegen Goliath

Die Elfenbeinküste gehört an fast jedem Afrika Cup zum engen Favoriten-Kreis. Der bisher einzige Sieg liegt aber bereits 20 Jahre zurück.

In diesem Jahr scheint das Team von François Zahoui so stark wie selten zuvor: Zusammen stemmt das Team einen Marktwert von 230 Millionen Franken. Gespickt mit Stars der Top-Klubs aus der Premier League, wie Yaya Toure (Manchester City), Didier Drogba (Chelsea) oder Gervinho (Arsenal) ist die Elfenbeinküste das bestbesetzte Team des Turniers.

Ex-YB-Stürmer Seydou Doumbia ist bei dieser geballten Ladung an Offensivkraft nur Ergänzungsspieler. Bisher kommt er auf gerade mal 80 Einsatz-Minuten.

In den letzten 10 Spielen gab es 9 Siege und 1 Unentschieden. Im Turnier marschierten sie bisher zudem ohne Punktverlust und ohne Gegentor durch.

Mali hofft auf Exploit

Mali hingegen ist der einzige Halbfinalteilnehmer, der sich nicht als Gruppensieger für die KO-Phase qualifiziert hat. Auch im Viertelfinal konnten sich «die Adler» gegen Gabun erst im Elfmeter-Schiessen durchsetzen. Immerhin beträgt der Kadermarktwert geschätzte 51 Millionen und mit Seydou Keita vom FC Barcelona haben sie einen Weltklasse-Stürmer in ihren Reihen

Soll der zweite Finaleinzug seit 1972 aber mehr als Wunschdenken sein, muss gegen die Elfenbeinküste jeder über sich hinauswachsen.

(gio)