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«Fall Terry»: Knatsch im englischen Verband
Die Affäre um John Terry hält die englische Sportwelt weiter in Atem. Nationalcoach Fabio Capello hat sich auf die Seite des abgesetzten Captains gesetzt und ist damit auf Konfrontationskurs mit dem Verband FA. Nun drohen dem Italiener Sanktionen.
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Chelsea-Verteidiger John Terry wird verdächtigt, Ende Oktober im Spiel gegen die Queens Park Rangers seinen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt zu haben. Die FA entzog dem 31-Jährigen deshalb die Captainbinde in der Nationalmannschaft.
Capello: Gericht soll entscheiden
«Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit dem Entscheid. Das habe ich dem Präsidenten (der FA, Anm. d. Red.) auch gesagt», sagte Capello in einem Interview mit Rai Uno. «Für mich ist Terry immer noch Englands Captain.» Der Nationalcoach begründet seinen Widerspruch damit, dass zunächst ein Zivilgericht über die Vorwürfe gegen Terry entscheiden müsse.
Von der FA selbst war zu Capellos Aussagen keine Stellungnahme erhältlich. Der ehemalige FA-Exekutivdirektor David Davies sagte aber, der Verband werde die Sache sehr ernst nehmen. «Es kann sein, dass Capello Vertragsbruch begangen hat.» FA-Präsident David Bernstein habe bei der Terry-Entscheidung nicht gezögert, «und vielleicht wird er das jetzt auch nicht», warnte Davies.
Erst im Sommer vor Gericht
Kompliziert wird die Lage durch die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft zwar aufgrund von Videoaufnahmen ein Verfahren gegen Terry eingeleitet hat, die Hauptverhandlung aber erst am 9. Juli stattfinden soll. Die FA will aber nicht mit einem Nationalmannschafts-Captain an die EM, der unter Rassismusverdacht steht. Terry bestreitet die Vorwürfe vehement und bezeichnet den Vorgang als Hetzkampagne gegen seine Person.
(agenturen/boe)
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