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Abfahrt Chamonix

Hudec überrascht in Chamonix - Feuz wird Vierter

Samstag, 4. Februar 2012, 13:10 Uhr

Der Kanadier Jan Hudec hat in der 2. Abfahrt in Chamonix seinen 2. Weltcupsieg gefeiert. Auf der wenig selektiven Piste distanzierte der 30-Jährige mit Startnummer 24 die Konkurrenz um über eine halbe Sekunde. Bester Schweizer war Beat Feuz auf Rang 4.

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Beat Feuz fehlten im Ziel 12 Hundertstel auf den drittplatzierten Erik Guay (Ka). Damit verpassten die Swiss-Ski-Abfahrer zum 1. Mal in dieser Saison das Podest. «Klar würde ich lieber auf dem Podium stehen, aber Rang 4 ist für mich nach den zuletzt nicht so guten Ergebnissen wie eine Befreiung», freute sich Feuz nach dem Rennen.

Auf Rang 2 fuhr der Österreicher Romed Baumann. Mit Benjamin Thomsen, der mit Startnummer 50 gestartet war, fuhr noch ein weiterer Kanadier in die Top 5.

Didier Cuche, am Freitag als bester Schweizer noch Dritter, verpasste als Siebter das Podium um 48 Hundertstel. Der Neuenburger verteidigte aber die Führung im Abfahrtsweltcup gegenüber Klaus Kröll, der auf Platz 6 fuhr. «Zum Glück waren jene, die mir im Abfahrts-Weltcup noch gefährlich werden können, auch nicht ganz vorne dabei», tröstete sich Cuche.

Hudec mit grossem Vorsprung

Für Jan Hudec war es in Chamonix erst der 2. Weltcupsieg seiner Karriere. Die Premiere hatte der Kanadier 2007 in seiner Heimat in Lake Louise ebenfalls in der Abfahrt gefeiert. «Ich musste so hart in den vergangenen Jahren kämpfen mit all meinen Verletzungen und anderen persönlichen Problemen. Ich bin überglücklich. Heute hat alles gepasst», freute sich Hudec.

Der Vorsprung des 30-Jährigen von 0,53 Sekunden auf den zweitplatzierten Baumann ist auf der Piste in Chamonix eine halbe Weltreise. Zum Vergleich: Am Vortag hätte eine halbe Sekunde Rückstand lediglich zu Platz 10 gereicht.

3 Schweizer in den Top 15

Die Schweizer brachten zwar 3 Fahrer unter die Top 15, ganz nach vorne reichte es aber deutlich nicht. Feuz büsste 0,75, Cuche gar 1,11 Sekunden auf Hudec ein. Grund zur Freude hatte Marc Gisin. Der Speed-Spezialist realisierte mit Platz 13 das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

Janka langsam, Küng stürzt

Eine weitere Enttäuschung setzte es für Carlo Janka ab. Der Obersaxer kam einmal mehr nicht auf Touren und büsste über 2 Sekunden auf den Sieger ein. Patrick Küng, der am Freitag als 15. noch der zweitbeste Schweizer gewesen war, fädelte bereits nach rund 10 Fahrsekunden bei einem Tor ein und stürzte. Der Glarner klagte danach über Schmerzen im linken Knie. Küng reiste unverzüglich aus Chamonix ab und will sich in einer Klinik in Bad Ragaz weiteren Abklärungen unterziehen.

Die restlichen Schweizer büssten 2,5 Sekunden und mehr ein und verfehlten die Punkteränge.

(rek)