Ski alpin
Abfahrt Garmisch
«Das Podest hatte ich nicht auf der Rechnung»
Wer hätte das gedacht? Im Schweizer Speed-Team fällt Fahrerin um Fahrerin verletzt aus - und dann springt mit Nadja Kamer eine in die Bresche, die selber eben erst von einer Verletzung zurückgekehrt ist.
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Eine überglückliche Nadja Kamer liess sich im Zielraum von Garmisch-Partenkirchen feiern. Der Schwyzerin gelang mit dem 2. Platz eine grandiose Rückkehr nach ihrer langen Verletzungspause.
«Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich in Garmisch so weit nach vorne fahre», sagte die sichtlich gerührte Kamer nach dem Rennen: «Noch gestern nach dem Training wusste ich nicht, wie ich mit der Konkurrenz mithalten soll. Mein vorsichtiges Ziel war ein Platz unter den Top 15.»
Lange Verletzungspause
Die 25-jährige startete erst Mitte Januar und nach zehnmonatiger Pause in den Weltcup-Winter. Sie hatte im Oktober beim Volleyball eine Knieverletzung erlitten. Am gleichen Knie hatte sich Kamer schon im Juni verletzt und deshalb mehrere Wochen pausieren müssen.
Die vergangene Saison hatte für die Schwyzerin nach einem schlimmen Sturz in der Abfahrt von Are Ende Februar ein abruptes Ende genommen.
Erstaunliches Comeback
Die Rückkehr an die Spitze gelang Nadja Kamer schon in der 3. Abfahrt nach dem Comeback. Nach einem 36. Rang in Cortina und einem 12. vor Wochenfrist in St. Moritz schaffte es die sympathische Abfahrerin jetzt in Garmisch-Partenkirchen auf das Podest.
Mit dem 2. Rang in Garmisch stand Kamer zum vierten Mal in ihrer Weltcup-Karriere auf dem Podest. Zweite war sie im Januar und Dezember 2010 schon in Haus im Ennstal und Val d'Isère geworden, Dritte im Januar 2010 in Cortina d'Ampezzo.
(si/schs)
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