Inhalt

Super League

Kein Sieger zum Rückrunden-Auftakt

Samstag, 4. Februar 2012, 19:39 Uhr

Zum Rückrunden-Start haben sich der FC Luzern und der FC Zürich 1:1-Unentschieden getrennt. Trotz frostigen Verhältnissen und schwierigen Platzbedingungen boten die Akteure beider Teams den Zuschauern eine animierte Partie.

Videoplayer
SL: Luzern - Zürich («sportaktuell»)

Die Luzerner Arena präsentierte sich für beide Teams und die Fans als veritabler Kühlschrank. Doch der Luzerner Jahmir Hyka und Zürichs Josip Drmic sorgten bei beiden Supporter-Gruppen für zwischenzeitliche Wärmeschübe.

Hyka brachte in der 37. Minute Luzern nach schöner Vorarbeit von Claudio Lustenberger in Führung. Den Ausgleich schoss Josip Drmic nach einem Fehler in der Luzerner Verteidigung (51.). Für den 19-Jährigen war es das 1. ASL-Tor überhaupt.

Animierte Partie trotz Kälte

Bei schwierigen Bedingungen und vor offiziell 11'800 Zuschauern boten die beiden Teams in Luzern vor allem in der ersten Hälfte ein munteres Spiel. Der FCL war über weite Strecken spielbestimmend, der FCZ mit Kontern aber mindestens ebenso gefährlich. So zum Beispiel in der 30. Minute, als FCZ-Verteidiger Jorge Texeira eine Flanke von Oliver Buff per Kopf an den Pfosten lenkte. Nur Minuten später kam Chaker Zouaghi vor David Zibung frei zum Kopfball, zirkelte den Ball aber genau auf den FCL-Keeper.

Die Zürcher konnten ihr Chancenplus aber nicht in eine Führung ummünzen und sahen sich nach einem herrlichen Dribbling von Luzern-Verteidiger Lustenberger und Hykas Treffer gar im Rückstand. Die Gäste verfielen aber nicht in Schockstarre. Drmics Ausgleich war absolut verdient, auch wenn er mit gütiger Mithilfe der Luzerner Innenverteidigung fiel. Sally Sarr unterschätzte den Steilpass auf den FCZ-Stürmer und köpfelte ins Leere. Drmic profitierte und schob eiskalt zum Ausgleich ein.

Wenig Erwärmendes nach dem Tee

Nach einer Aufwärm-Viertelstunde in den geheizten Garderoben flachte die Partie aber zunehmend ab. Die Teams waren zwar bemüht, doch der schwierig zu bespielende Boden und die Kälte schienen ihren Tribut zu fordern. Erwärmende Aktionen blieben mit Ausnahme von Drmics Ausgleich Mangelware. Einzig Schiedsrichter Sascha Kever schienen die Minustemperaturen nichts anhaben zu können. Der Unparteiische arbitrierte die gesamte Partie im kurzen Leibchen...

Die Neulinge blieben auf beiden Seiten unauffällig. Moshe Ohayons (Isr) Debüt im Trikot des Gastgebers verlief abgesehen von einer gelben Karte ebenso diskret wie jenes von Pedro Henrique (Br) für den FCZ. Stefan Glarner, der von Sion in die Limmatstadt gewechselt war, wurde in der 11. Minute nach einem Foul verwarnt.

Keine Auswirkungen in der Tabelle

Das Unentschieden ist vor allem für Luzern eine Enttäuschung. Die Zentralschweizer bleiben weiter auf Rang 2 der Tabelle und Leader Basel winkt am Sonntag gegen Sion die Chance, den Vorsprung auf 9 Punkte auszubauen. Der eine Punkt darf für den neuformierten FC Zürich als Achtungserfolg verbucht werden. Die Zürcher bleiben damit auf dem 6. Rang.

(mos/sil)