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Super League

FCB: Erst der Titel, dann der Umbruch

Donnerstag, 2. Februar 2012, 15:56 Uhr

Tabellenführer Basel startet am Sonntag gegen Sion in die Super-League-Rückrunde. Die «Bebbi» können sich auf dem Weg zur Titelverteidigung eigentlich nur selber schlagen. Grosse Herausforderungen warten auf den FCB indes nach Saisonende.

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FCB: Sehr erfolgreich, aber mit vielen Fragezeichen

Die nackten Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Der FC Basel wird im Sommer seinen Titel verteidigen. Die «Bebbi» liegen 7 und mehr Punkte vor dem Rest der Liga, haben von 18 Partien nur 2 verloren. Der Kader ist der breiteste und stärkste. Bei keinem anderen Team stimmt die Mischung zwischen Routiniers und Youngsters so wie beim FCB. Kommt hinzu, dass den Basel-Verfolgern nach dem Xamax-Out nur noch 16 statt 18 Partien für die Aufholjagd zur Verfügung stehen.

Angesichts dieser formidablen Ausgangslage verzichteten die Basler in der Winterpause auf Neuzuzüge - und gaben dafür 4 Ergänzungsspieler ab. In der Rückrunde sollte die Verteidigung von Platz 1 trotz der Dreifachbelastung (der FCB steht im Cup-Viertelfinal und im CL-Achtelfinal) nicht zum Problem werden.

Personelle Herausforderungen

Im Moment herrscht bei der Equipe von Heiko Vogel also «eitel Sonnenschein». Dunkle Wolken am Himmel? Keine. Und falls doch, erst nach dem Saisonende. Dann kommen auf den FC Basel nämlich grosse Herausforderungen zu. Weniger sportlicher als vielmehr personeller Natur.

Fast der komplette Stamm steht «auf dem Spiel»

Der Schweizer Branchenleader dürfte nämlich in den kommenden ein bis zwei Jahren praktisch die ganze Stamm-Formation ersetzen müssen. Die Jung-Stars Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka sind heiss umworben, die Innenverteidiger Aleksandar Dragovic und David Abraham haben das Interesse russischer Klubs geweckt. Und die FCB-Urgesteine Benjamin Huggel (34), Alex Frei (32) sowie Marco Streller (30) stehen im Herbst ihrer Karriere.

Zu diesem Septett kommen mit Goalie Yann Sommer sowie den Mittelfeldspielern Fabian Frei und Valentin Stocker 3 weitere junge Akteure, auf die unlängst ausländische Vereine aufmerksam geworden sind.

Vogel und Heusler unaufgeregt

Trainer Vogel sieht den sich abzeichnenden Abgängen gelassen entgegen: «Ich bin völlig relaxed. Denn es sind Dinge, die ich nicht beeinflussen kann.» Wenn junge Spieler vom FCB ins Ausland wechseln, sei dies auch ein Kompliment für den Verein, so der Deutsche weiter. Ähnlich pragmatisch sieht es der neue Präsident Bernhard Heusler: «Das sind normale Herausforderungen, die auf einen Klub zukommen.»

Vogel: «Können die richtige Antwort finden»

Sollte Vogel im Sommer einen gewichtigen Teil seiner Equipe ins Ausland oder in den Ruhestand verlieren, ist dem 36-Jährigen nicht bange, dass guter Ersatz verpflichtet werden kann. «Wir sind mit Sicherheit 'transfer-technisch' so präpariert, dass wir die richtige Antwort finden können.»

(rek)