Tennis
Grand-Slam-Finals
Nadal und Djokovic auf Federers Spuren
Der Final an den Australian Open 2012 zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal geht als längster Grand-Slam-Final in die Geschichte ein. Auch bei den 3 anderen Grand-Slam-Turnieren gab es in der jüngeren Vergangenheit epische Schlachten - meist mit Beteiligung von Roger Federer.
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5 Stunden und 53 Minuten dauerte der epische Final zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal in Melbourne. Eine Marke, die in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nie hat ein Final an einem Grand-Slam-Turnier länger gedauert.
Sieben Duelle über fünf Sätze
In den letzten 10 Jahren gab es insgesamt 7 Endspiele, die über die volle Distanz von 5 Sätzen gingen. Am meisten Games wurden dabei 2009 in Wimbledon gespielt. Roger Federer rang den Amerikaner Andy Roddick in einer legendären Partie mit 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14 nieder. Das Spiel dauerte indes «nur» 4 Stunden und 16 Minuten.
Federer war übrigens auch an den beiden anderen Wimbledon-Finals der letzten 10 Jahre beteiligt, die über 5 Sätze gingen. 2007 bezwang der Schweizer Nadal in 5 Sätzen, 2008 unterlag Federer dem Spanier mit 7:9 im letzten Durchgang. Diese Partie dauerte noch 32 Minuten länger als jene gegen Roddick, das Spiel ging als eines der besten Duelle in die Tennis-Geschichte ein.
Episches argentinisches Duell
An den French Open ging in den letzten 10 Jahren nur eine Final-Partie über die volle Distanz. 2004 bezwang der Argentinier Gaston Gaudio seinen Landsmann Guillermo Coria mit 8:6 im letzten Durchgang. Federer stand fünfmal im Endspiel von Paris und unterlag dabei Nadal viermal. Das spannendste Duell spielte sich im letzten Jahr ab, als Nadal mit 7:5, 7:6, 5:7, 6:1 gewann.
Auch an den US Open ging in den letzten 10 Jahren genau ein Endspiel über 5 Sätze und auch hier war Roger Federer Hauptakteur. 2009 unterlag der Schweizer dem Argentinier Juan Martin Del Potro in einer denkwürdigen Partie 6:3, 6:7, 6:4, 6:7, 2:6. Entscheidend war dabei ein einziger Doppelfehler Federers, der Del Potro den Gewinn des 4. Satzes ermöglichte.
Auch an den Australian Open war Federer in einen epischen Final involviert. 2009 unterlag er Nadal mit 5:7, 6:3, 6:7, 6:3, 2:6. Er war der längste Final in Melbourne in der jüngeren Tennis-Geschichte - bis sich Djokovic und Nadal am diesem Sonntag ein Duell liefern sollten, dass in den Köpfen der Fans noch lange präsent sein wird. Und in den Geschichtsbüchern ohnehin.
(fel)
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