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Abfahrt Garmisch

Didier Cuche triumphiert auch in Garmisch

Samstag, 28. Januar 2012, 13:22 Uhr

Der «Kaiser von Kitzbühel» hat auch auf der Kandahar-Piste zugeschlagen: Didier Cuche gewann die verkürzte Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen (De) vor Weltmeister Erik Guay (Ka) und Hannes Reichelt (Ö). Es war bereits der 5. Schweizer Sieg in der 6. Abfahrt des Winters.

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Didier Cuche feierte in Garmisch-Partenkirchen den 2. Abfahrts-Sieg nach 2004. Der Neuenburger bereicherte die äusserst erfolgreiche letzte Weltcup-Saison seiner Karriere mit dem 3. Sieg in diesem Winter nach Lake Louise und Kitzbühel. Erst vor einer Woche hatte sich der 37-Jährige mit dem 5. Abfahrts-Sieg auf dem Hahnenkamm zum Rekordsieger gemacht.

Revanche für verpasstes WM-Gold

Cuche distanzierte den kanadischen Weltmeister Erik Guay um 0,27 Sekunden. Damit revanchierte sich der Neuenburger zudem für die verpasste Goldmedaille in der WM-Abfahrt. Denn an der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen, wo das Rennen auf einer leicht abgeänderten Strecke stattgefunden hatte, war ihm ausgerechnet Überraschungsmann Guay vor der Sonne gestanden.

Küng und Gisin in Top 15

Patrick Küng fuhr als zweitbester Schweizer auf Platz 10. Auch Marc Gisin zeigte eine gelungene Fahrt und beendete das Rennen auf Rang 14, was sein zweitbestes Weltcup-Ergebnis bedeutete. Die weiteren Schweizer verpassten die Top 15 allesamt. Carlo Janka zeigte eine verhaltene Fahrt und wurde mit 0,79 Sekunden Rückstand auf Cuches Bestzeit 17., unmittelbar vor Silvan Zurbriggen.

Cuche neuer Führender im Disziplinen-Weltcup

Mit dem 2. Abfahrtssieg innerhalb von einer Woche hat Cuche zudem Beat Feuz als Leader im Abfahrts-Weltcup abgelöst. Der Lauberhorn-Sieger vermochte in Garmisch für einmal nicht zu überzeugen. Der Emmentaler, der in den Trainings jeweils viel Zeit eingebüsst hatte, kam nicht auf Touren und wurde mit 1,1 Sekunden Rückstand 23. Auch Didier Défago musste einen leichten Rückschlag einstecken. Der Bormio-Sieger beendete das Rennen einen Platz vor Feuz.

Schweiz dominiert Abfahrtswinter

Trotz der für einmal nicht ganz so starken Mannschaftsleistung unterstrich Cuche die Abfahrtsdominanz von Swiss-Ski in diesem Winter einmal mehr. Von 6 Rennen haben 5 mit einem Schweizer Sieg geendet. Neben den 3 Triumphen von Cuche trugen sich mit Feuz am Lauberhorn und Défago in der Altjahreswoche in Bormio zwei weitere Fahrer in die Siegerlisten ein. Daneben stand einzig Bode Miller in Beaver Creek zuoberst auf dem Podest.

(sas)