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Ski alpin

Abfahrt Garmisch

Befreiter Cuche jagt den nächsten Rekord

Samstag, 28. Januar 2012, 15:43 Uhr

Didier Cuche hat eine Woche nach dem Kitzbühel-Triumph mit dem Sieg in Garmisch nachgedoppelt. Die Rücktrittsankündigung befreit und beflügelt den 37-Jährigen gleichermassen. So sehr, dass er mit dem 20. Weltcup-Sieg in die Favoritenrolle für den Gewinn des Abfahrts-Weltcups gerückt ist.

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Interview Didier Cuche

Der erneute Gewinn der kleinen Kristallkugel ist erklärtes Ziel von Didier Cuche. Und diesem ist er nun einen grossen Schritt näher gekommen. Dank den Triumphen in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen hat der Neuenburger Beat Feuz als bisherigen Führenden in der Disziplinenwertung abgelöst. Sein Vorsprung auf den 13 Jahre jüngeren Teamkollegen beträgt nach dessen bescheidenem 23. Schlussrang in Garmisch 69 Zähler.

Auf Klammers Fersen

Damit jagt der 37-Jährige einen weiteren Rekord. Sollte er seinen Vorsprung bis Ende des Winters verteidigen, würde Cuche mit dem 5. Gewinn zu Franz Klammer aufschliessen, der diese Rekordmarke derzeit alleine hält. Erst vor Wochenfrist hatte Cuche den Österreicher mit dem 6. Sieg auf der «Streif» als Kitzbühel-Rekordsieger entthront. Doch der Neuenburger warnt: «Die Saison ist noch lang, es gibt noch viele Rennen.»

Keine Angst mehr vor Fehlern

Cuche hat mit seinem überlegenen Sieg am WM-Ort von 2011 erneut bewiesen, dass ihn die Ankündigung seines Rücktritts befreit hat. «Im Dezember hatte ich immer ein wenig Angst, wenn ich einen Fehler gemacht habe.» Nun fühle er sich sicherer und weniger gehemmt. Die Frage, ob er im Frühling noch eine Saison anhänge oder nicht, habe ihn wohl ziemlich beschäftigt. «Jetzt bin ich im Kopf wieder voll und ganz beim Skifahren und muss nicht überlegen, ob ich zurücktrete oder nicht.»

Von Sieg zu Sieg

Dass er es eine Woche nach seinem Triumph am Hahnenkamm erneut allen zeigen konnte, kam aber auch für Cuche unerwartet. Nach Kitzbühel sei er müde gewesen. Doch während der Fahrt waren sämtliche Strapazen schnell vergessen. «Ich habe gespürt, dass es sehr gut läuft», so Cuche. «Ich musste praktisch nichts tun. Mein Material war derart gut, dass es mir fast die gesamte Arbeit abgenommen hat.»

Revanche auch im Super-G?

Bleibt abzuwarten, ob die Abstimmung auch am Sonntag im Super-G so gut passt. Im WM-Super-G hatte Cuche den undankbaren 4. Platz belegt. Ob ihm am Sonntag die Rehabilitation gelingt? Den Makel des verpassten WM-Abfahrtsgolds hat er mit dem goldenen Januar auf jeden Fall bereits wettgemacht.

(sas)