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Australian Open

Federer: «Nadal war etwas besser»

Donnerstag, 26. Januar 2012, 17:42 Uhr

Seit 2 Jahren hat Roger Federer keinen Grand-Slam-Titel mehr gewonnen. Nach dem Halbfinal-Out an den Australian Open zeigte sich der Baselbieter zwar «etwas enttäuscht», zog aber dennoch eine positive Bilanz aus seinem Auftritt in Melbourne.

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Der Hauptgrund für die 7:6, 2:6, 6:7, 4:6-Niederlage sei sein Gegner gewesen, sagte Federer nach seinem Halbfinal-Out: «Rafa spielte vom Anfang bis zum Ende sehr gut. Er war letztlich etwas besser», zollte die Weltnummer 3 seinem Kontrahenten Respekt. Und er vermutete: «Es scheint fast, dass Nadal gegen mich immer etwas besser spielt als gegen die anderen Spieler.» Der Abnützungskampf von über dreieinhalb Stunden ist eine «physische Herausforderung gewesen».

Feuerwerk war nicht hilfreich

Nach dem gewonnenen Startsatz verspielte Federer im 2. Umgang einen Break-Vorsprung und glitt in eine Schwächephase. Nadal gewann 20 von 24 Ballwechseln und 11 Punkte in Folge. «Natürlich war dies eine Schlüsselszene», befand Federer. Er gab zudem zu Protokoll, dass die 10-minütige Unterbrechung – über Melbourne wurde wegen des australischen Nationalfeiertags ein Feuerwerk gezündet –nicht hilfreich gewesen sei.

Schlüsselszenen habe es allerdings mehrere gegeben, sagte Federer. Und er trauerte seinen vergebenen Breakchancen im 4. Satz nach, die ihn bei erfolgreichem Ausgang wieder ins Spiel zurück gebracht hätten. «Ich war ganz nah dran», sagte der Schweizer. «Natürlich war ich nach dem Spiel etwas enttäuscht.» Er hätte auch im Final Potenzial für einen Sieg gehabt, ist sich Federer sicher.

Federer im Pech: Die vergebene Breakchance im letzten Game gegen Verteidigungskünstler Nadal

«Das Spiel ist schon Vergangenheit»

Die Enttäuschung hielt jedoch nicht lange an. «Jetzt fühle ich mich o.k. Das Spiel ist schon wieder Vergangenheit», gab sich Federer gelassen. Die Niederlage werfe ihn nicht aus der Bahn. Er habe zuvor lange nicht verloren und habe insgesamt ein gutes Turnier gezeigt. 

Reaktion wie nach US Open gefordert

«Wichtig ist, was ich von der Niederlage lerne. Ich muss wie nach den US Open eine gute Reaktion zeigen», sagte Federer.  Nach Flushing Meadows und der bitteren Fünfsatz-Final-Niederlage gegen Novak Djokovic blieb Federer  während 5 Monaten, 17 Spielen und drei Turnieren unbesiegt. Gelänge ihm nach Melbourne etwas ähnliches, dürften die Federer-Fans trotz dem Halbfinal-Out beruhigt in die Zukunft schauen.

(mos)