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Leichtathletik

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Sprinter Pascal Mancini positiv getestet

Mittwoch, 25. Januar 2012, 14:17 Uhr

Pascal Mancini ist in zwei Trainingskontrollen Ende letzten Jahres positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden. Gegen den 21-Jährigen läuft nun ein Verfahren, weshalb er vorderhand auf Wettkämpfe verzichtet.

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Leichtathletik: Sprinter Pascal Mancini positiv getestet

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Laut dem Verband Swiss Athletics sind die positiven Proben vom 22. November und 8. Dezember die Folge eines Arztfehlers. Bei der Behandlung von Gelenkschmerzen soll Mancini am 30. September in der Praxis seines Vertrauensarztes irrtümlicherweise Nandrolon anstatt Kortison injiziert worden sein.

Der Arzt habe seinen Fehler umgehend Antidoping Schweiz gemeldet, sagte Matthias Kamber, der Direktor von Antidoping Schweiz. Der Verband und Mancinis Trainer Laurent Meuwly wurden vom Athleten allerdings nicht informiert.

Antidoping Schweiz: Bringschuld bei Mancini

Aufgrund der positiven Proben leitete Antidoping Schweiz am 16. Januar gegen Mancini ein Verfahren ein. Aus Sicht der Anti-Doping-Behörde liegt es nun am Athleten selber nachzuweisen, wie die fragliche Substanz in seinen Körper gelangt ist und dass ihn daran kein Verschulden trifft. Mancini reichte gegen seinen Arzt Klage wegen Fahrlässigkeit ein.

Nandrolon ist ein anaboles Steroid, dessen Einnahme mehrere Monate nachweisbar ist, heutzutage in der Medizin aber kaum mehr verwendet wird. Einen erstinstanzlichen Entscheid zu möglichen Sanktionen gegen Mancini wird die Disziplinarkommission von Swiss Olympic auf Antrag von Antidoping Schweiz fällen. Dieser ist im Februar zu erwarten.

Bis auf Weiteres wird Mancini, der erst vor wenigen Tagen von einem dreiwöchigen Trainingslager in Südafrika zurückgekehrt ist, an keinen Wettkämpfen teilnehmen. In Absprache mit Swiss Athletics verzichtet er auf die Hallensaison, die mit den Hallen-Weltmeisterschaften in Istanbul ihren Höhepunkt findet.

2. Fall seit September

Mancini hatte bereits im September den Gebrauch des Medikaments Ritalin nicht vorschriftsgemäss gemeldet, worauf ihm und seinen Staffelkollegen der bei Weltklasse Zürich gelaufene Schweizer Rekord über 4x100 m vom internationalen Verband (IAAF) nicht anerkannt wurde. Für seinen administrativen Fehler erhielt Mancini von der IAAF eine Verwarnung.

(si/sas)