Ski alpin
Hahnenkamm-Abfahrt
Cuche: «Es ist ein bisschen wie Hollywood»
Didier Cuche bot bei seinem 5. Abfahrtstriumph in Kitzbühel eine filmreife Leistung. Der Schweizer bezeichnete seinen Sieg auf der verkürzten Strecke denn auch «wie Hollywood». Die Konkurrenz hofft auf eine Hauptrolle im kommenden Jahr.
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Auch der kitschigste Drehbuchautor der Welt hätte die Geschichte der Hahnenkamm-Abfahrt nicht besser schreiben können. Der zurücktretende Didier Cuche startete zum letzten Mal in seiner Karriere auf der Streif - und fuhr als Topfavorit zum Rekord-Sieg.
Dies nicht etwa auf der Original-Strecke. Er triumphierte auf einer wegen Schneefall und schlechter Sicht stark verkürzten Strecke, wo sich der Kreis der Sieganwärter markant vergrösserte.
«Ich war gleich nervös wie immer»
«Weil ich am Start wusste, dass es meine letzte Fahrt auf dieser Strecke sein würde, ist dieser Sieg sehr speziell für mich», sagte Cuche im Zielraum. «Es ist ein bisschen wie Hollywood. Dass ich mit dem Druck umgehen konnte, ist schon verrückt.»
Er sei am Start nicht sentimental gewesen, meinte der nun sechsfache Kitzbühel-Gewinner (5xAbfahrt, 1xSuper-G). «Ich war gleich nervös wie auch sonst immer.»
Österreichische Vorfreude
Auch ohne Schlüsselstellen wie Mausefalle oder Steilhang unterstrich Cuche, dass er auf der Streif auch mit 37 Jahren noch immer das Mass aller Dinge ist.
Und die Konkurrenz, die in Kitzbühel zum 3. Mal in Folge gegen den Sieger von 19 Weltcup-Rennen das Nachsehen hatte, war voll des Lobes über die Leistung Cuches. «Didier ist der beste Abfahrer», meinte der zweitplatzierte Romed Baumann. Und der Österreicher fügte scherzhaft an: «Zum Glück ist er nächstes Jahr nicht mehr dabei.»
Hauptrolle für 2013 zu vergeben
Dem pflichtete auch Klaus Kröll (3.) bei. Beide hoffen, dass sie 2013 bei Cuches Abwesenheit endlich einmal die Hauptrolle am Hahnenkamm spielen dürfen.
(rek)
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