Ski alpin
Weltcup Kitzbühel
Kitzbühel 2011 - Cuches Husarentritt auf der «Streif»
Nach der Schweizer Weltcup-Woche im Berner Oberland ziehen die Männer weiter nach Kitzbühel (Ö). Vor einem Jahr krönte sich Cuche mit einer sensationellen Fahrt und einem Vorsprung von fast einer Sekunde zum Abfahrts-Sieger. Den Super-G gewann Ivica Kostelic, im Slalom siegte Jean-Baptiste Grange.
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Im vergangenen Winter fuhr Didier Cuche auf der «Streif», der anspruchsvollsten Abfahrts-Strecke im Weltcup, in einer eigenen Liga. Der Neuenburger schockte die Konkurrenz im Ziel mit einem Vorsprung von 0,98 Sekunden auf den Amerikaner Bode Miller. Dritter wurde Adrien Théaux (Fr), der mit der Startnummer 28 überraschend auf das Podest fuhr.
Cuche Rekordsieger mit Franz Klammer
Für Cuche war es nach 1998, 2008, 2010 der 4. Erfolg am Hahnenkammrennen, womit er mit Rekordsieger Franz Klammer (Ö) gleichzog. Die Ski-Legende war von Cuches Darbietung begeistert. «Das war sensationell. Es war ein Traum, Didier zuzuschauen», sagte Klammer. Auch Bode Miller hatte nur lobende Worte übrig: «Hut ab vor Cuche. Er ist grossartig und mit viel Risiko gefahren.»
Im Super-G knapp am Podest vorbei
Einen Tag vor der Abfahrt hatte Cuche eine Klassierung auf dem Podest um 8 Hundertstel verpasst. Der Schweizer zeigte im Super-G zwar einen starken Finish, verpasste es aber mit einem fehlerhaften Mittelabschnitt, seinen Sieg von 2010 zu wiederholen. Mit Silvan Zurbriggen (6.) und Tobias Grünenfelder (8.) fuhren 2 weitere Schweizer in die Top 10.
Zuoberst auf dem Podest stand Ivica Kostelic. Der Kroate feierte seinen 1. Sieg in einem Speed-Rennen überhaupt. Zweiter wurde der Österreicher Georg Streitberger mit einem Rückstand von 0,23 Sekunden. 5 Hundertstel hinter ihm komplettierte Aksel Svindal (No) das Podest.
Grange triumphiert im Slalom
Im Slalom wurde Kostelic von Jean Baptiste-Grange überflügelt. Der Franzose stiess mit einem fulminanten 2. Lauf vom 4. auf den 1. Rang vor. Er verwies Kostelic, der nach dem 1. Lauf noch geführt hatte, um 0,28 Sekunden auf Rang 2. Dritter wurde der Italiener Giuliano Razzoli. Als bester Schweizer klassierte sich Silvan Zurbriggen auf dem 12. Rang.
Zurbriggen in Kombi auf Podest
Der 2. Rang im Slalom kostete Kostelic einen Dreifach-Triumph. Denn in der Kombination, bestehend aus der Abfahrt vom Samstag und dem Slalom vom darauffolgenden Tag, stand der Kroate wieder zuoberst auf dem «Stockerl». Silvan Zurbriggen wurde mit einem beachtlichen Rückstand von 1,93 Sekunden Zweiter. Auf Rang 3 schaffte es Romed Baumann (Ö).
(sta)
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