Ski alpin
Super-Kombination Wengen
Feuz nur von Kostelic geschlagen
Beat Feuz ist erstmals in einer Super-Kombination auf das Podest gefahren. Der Emmentaler, bei halbem Pensum noch in Führung, wurde in Wengen hinter Ivica Kostelic (Kro) toller Zweiter. Der Amerikaner Bode Miller komplettierte das Podium.
Am Ende fehlten Beat Feuz nur 2 Zehntel zum grossen Sieg bei seinem Heimrennen. Einzig der entfesselnd fahrende Ivica Kostelic stand ihm vor der Sonne. Doch der Emmentaler war mit seinem Abschneiden überglücklich: «Ein 2. Rang in der Kombi, das ist super. Leider habe ich kurz vor Schluss noch einen Fehler gemacht, der mir wahrscheinlich den Sieg gekostet hat.»
Für Feuz war es in der Super-Kombination das mit Abstand beste Resultat. Bislang waren zwei 10. Ränge, herausgefahren im letzten Winter in Chamonix und Kitzbühel, seine Bestklassierungen in dieser Sparte.
Kostelic: «Das war ein perfekter Slalom»
Kostelic, der in der letzten Saison 3 von 4 Kombinations-Rennen gewonnen hatte, verdiente sich den Sieg mit einem ausgezeichneten Slalom-Lauf. Nach der Abfahrt nur auf Rang 23 liegend, stellte er im Stangenwald die überlegene Bestzeit auf. Gegenüber Feuz machte er im Slalom 3,16 Sekunden gut - das reichte zum Sieg.
«Nach der Abfahrt habe ich nicht mehr auf den Sieg spekuliert. Ich hatte keine Illusionen mehr», gestand der Kroate und ergänzte: «Ich sage es nicht oft, aber das heute war vielleicht ein perfekter Slalom. Viel besser kann ich nicht fahren.» Für Kostelic war es am Fusse des Lauberhorns der insgesamt 5. Sieg.
Miller auf dem Podest - Svindal geschlagen
Dritter wurde mit Bode Miller der Vorjahressieger. Der Amerikaner hatte nach der Abfahrt mit 0,78 Sekunden Rückstand hinter Feuz Rang 2 belegt. Mitfavorit Benjamin Raich musste sich mit dem 7. Platz begnügen. Noch schlechter erging es Weltmeister Aksel Svindal. Der nach einer Grippe noch geschwächte Norweger fiel in der Entscheidung vom 16. auf den 19. Rang zurück.
Feuz mit Bestzeit in der Abfahrt
Feuz hatte am Vormittag in der Abfahrt gross aufgetrumpft und die schnellste Zeit bewerkstelligt. Da die grossen Favoriten viel Zeit einbüssten, durfte der 24-Jährige vom 1. Kombi-Sieg träumen. Es wurde schliesslich disziplinenübergreifend der 5. Podestplatz in dieser Saison. Im Gesamtweltcup ist Feuz als bester Swiss-Ski-Athlet weiterhin 5.
Die weiteren klassierten Schweizer waren Silvan Zurbriggen auf Rang 12 und Sandro Viletta als 23. Marc Gisin schied im Slalom aus, der angeschlagene Didier Défago bestritt nur die Abfahrt (26.).
(jäg/gaf)


