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«Fall Sion»

FIFA hebt Ultimatum gegen den SFV auf

Freitag, 6. Januar 2012, 10:04 Uhr

Der Schweizer Fussball ist vorerst aus der Schusslinie. Die FIFA verzichtet darauf, den Schweizerischen Fussballverband (SFV) zu suspendieren. Sie gibt sich mit den beschlossenen Massnahmen im «Fall Sion» zufrieden.

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Der Abzug von 36 Punkten gegen den FC Sion hat die angestrebte und erwartete Wirkung gezeigt: Das Dringlichkeitskomitee der FIFA sieht durch die Ende Dezember vom SFV-Zentralvorstand ausgesprochene Strafe die Forderungen des Exekutivkomitees erfüllt. Der SFV werde damit nicht suspendiert, gab der Weltverband bekannt.

«Wir sind natürlich erleichtert», sagte SFV-Chefjurist Robert Breiter. Der Verband wolle den Beschluss aber nicht weiter kommentieren oder werten.

Basel-Bayern findet statt

Mit dem FIFA-Beschluss können die Champions-League-Achtelfinalspiele des FC Basel gegen Bayern München sowie die Länderspiele der Nationalmannschaft wie geplant stattfinden. Im Falle einer Suspendierung des Verbandes wären Schweizer Teams von allen internationalen Spielen ausgeschlossen worden.

Die FIFA hatte ihre Suspendierungs-Drohung Mitte Dezember ausgesprochen, weil der FC Sion in 12 Partien nicht-qualifizierte Spieler eingesetzt hatte. Diese waren trotz Transfersperre («Fall El-Hadary») in der Sommerpause verpflichtet worden.

Der Weltverband hatte vom SFV ultimativ verlangt, Sion für alle Partien zu bestrafen, in denen die betroffenen Spieler eingesetzt wurden. Unter den 2 Alternativen - Forfait-Niederlagen oder Punktabzüge - hatte sich der SFV für Punktabzüge entschieden.

Was macht Constantin?

Sions Präsident Christian Constantin hat bereits angekündigt, seinen Kampf gegen die Verbände weiterführen zu wollen. Aus Sitten heisst es, man habe bisher noch keine rechtlichen Schritte unternommen. Der Klub ist noch unentschlossen, ob er vor dem CAS, vor einem Zivilgericht oder bei beiden Instanzen Einspruch gegen die Strafe erheben wird.

Gegen die FIFA wurde Constantin bereits im letzten Jahr aktiv. Er reichte bei der Staatsanwaltschaft Zürich eine Strafanzeige wegen Nötigung gegen die FIFA-Exekutivmitglieder ein. Der Weltverband forderte seinerseits den SFV am Freitag auf, über den Fortgang der Angelegenheit auf dem Laufenden gehalten zu werden.

(si/boe)