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«Fall Sion»

Constantin droht SFV-Führung Millionenklage an

Sonntag, 1. Januar 2012, 11:09 Uhr

Nach dem drastischen 36-Punkte-Abzug des Schweizerischen Fussball-Verbandes gegen den FC Sion hat Christian Constantin der Verbandsspitze Millionenklagen angedroht. «Diese Herren werden in Kürze nicht mehr ruhig schlafen», liess der Sion-Präsident via Medien verlauten.

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Wegen des Einsatzes von nicht qualifizierten Spielern in 12 Partien hatte der SFV den Wallisern insgesamt 36 Punkte in der Meisterschaft abgezogen und war damit einer entsprechenden FIFA-Forderung nachgekommen.

«Nicht weit von einer kriminellen Vereinigung»

Gegenüber der Westschweizer Zeitung Le Matin Dimanche reagierte Sion-Präsident Christian Constantin darauf mit scharfen Worten: «Nicht einmal Klubs, die Spiele manipuliert haben oder deren Spieler gedopt haben, werden so hart bestraft», sagte Constantin, der den Verband in die Nähe einer kriminellen Vereinigung rückte.

Mit dem Punktabzug schädige der SFV den FC Sion und dessen Sponsoren auch finanziell. «Dafür werden sie bezahlen müssen», drohte Constantin, der sich derzeit in Asien aufhält. Der Schaden werde sich «auf Dutzende Millionen Franken belaufen. Und weil der Verband solche Summen nicht bezahlen kann, werden seine Führungsmitglieder persönlich zur Kasse gebeten werden. Diese Herren werden in Kürze nicht mehr ruhig schlafen. Sie werden nicht nur strafrechtlich, sondern auch finanziell belangt werden.»

Europäische Unterstützung?

Constantin behauptete zudem, die Unterstützung grosser europäischer Klubs zu besitzen, etwa jene von Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München. «Alle sagen mir, dass ich weitermachen soll, weil sie selbst den Kampf nicht führen können», sagte der Unternehmer, der in Kürze seinen 55. Geburtstag feiert.

(boe)