Eishockey
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Pläne für ein Schweizer Team in der KHL
In Huttwil werden offenbar Pläne geschmiedet, ab 2014 mit einem Schweizer Team am Spielbetrieb der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) teilzunehmen. Wie die russische Profiliga auf ihrer Website meldete, wurde am 17. Dezember eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
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Die KHL umfasst derzeit 24 Teams, neben den 20 aus Russland je eines aus Weissrussland, Lettland, Kasachstan und der Slowakei. Dass die Expansionsgelüste damit nicht befriedigt sind, ist altbekannt. Nun streckt die KHL ihre Fühler in die Schweiz aus.
Bösiger und die Huttwil Falcons
Gemäss einem Bericht in der Aargauer Zeitung steckt ein Aktionärsquartett um Markus Bösiger hinter den Planspielen. Er sorgte im Frühjahr wegen einer Auseinandersetzung mit der National League für Schlagzeilen. Sein Klub, die Huttwil Falcons, hatten den Aufstieg in die NLB sportlich geschafft.
Wegen Formfehlern wurde dem Amateurmeister der Zugang zur zweithöchsten Stufe allerdings verwehrt. Aus Verärgerung über den Entscheid löste Bösiger die Falcons auf und schloss gleich auch das Eisstadion, das ihm ebenfalls gehört.
Teamname «Helvetics»
Jetzt melden sich Bösiger und Konsorten offenbar mit einem ganz verwegenen Projekt im Hockey-Business zurück. Laut AZ wurde kürzlich ein Baugesuch für Erweiterungen des Eisstadions im Gesamtumfang von 20 Millionen Franken eingereicht. Der Schweizer KHL-Klub in spe firmiert unter der Bezeichnung «Helvetics» und sei als Förderplattform für russisch-westeuropäische Geschäftsbeziehungen gedacht.
Als Verbindungsmann, der sich auch um die sportlichen Belange kümmern soll, ist Igor Pawlow involviert, der Anfang Jahr ein Gastspiel als Trainer bei den Rapperswil-Jona Lakers gab.
Fasel droht KHL mit Ausschluss
Ein Statement von René Fasel, dem Präsidenten des Eishockey-Weltverbandes, genügt, um die sportpolitischen und -juristischen Schwierigkeiten aufzuzeigen. «Ich gehe davon aus, dass der Schweizerische Eishockeyverband kein KHL-Team in der Schweiz will und wir werden in diesem Falle alles unternehmen, dass es kein KHL-Team in der Schweiz gibt», wird der Freiburger von der AZ zitiert. «Wir werden Druck machen. Notfalls drohen wir der KHL den Ausschluss aus dem Weltverband an.»
Es wäre nicht die 1. Zerreissprobe für die Beziehungen zwischen dem Weltverband IIHF und der KHL. Damit ein Schweizer KHL-Team aus Schweizer Spielern gebildet werden könnte, müssten Transfers über die IIHF abgewickelt werden. Es ist nur eine von vielen Hürden, die sich den Initianten in den Weg stellen.
(si/jäg)
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