Fussball
Bundesliga
Favres Höhenflug mit den «Fohlen»
Im Frühling 2009 verzückte Lucien Favre mit Hertha BSC Berlin die Bundesliga. Zweieinhalb Jahre später mischt der 54-jährige Waadtländer die Liga erneut auf. Mit Mönchengladbach legte er die beste Hinrunde seit 35 Jahren hin und führte die Borussen zur Winterpause auf Rang 4.
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«Es ist festzustellen, dass Gladbach da oben hingehört und richtig guten Fussball spielt», sagt kein geringerer als Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp über den Höhenflug von Favres Team. Der verbale Ritterschlag erhält umso mehr Gewicht, da die Fohlen offensichtlich nicht nur resultatorientierten sondern auch qualitativ hochstehenden Fussball bieten.
Es winkt die Champions League
Der Wandel des im Frühling noch abstiegsbedrohten Gladbacher Teams ist bemerkenswert. In lediglich 7 Monaten ist es Favre gelungen, aus einem Abstiegskandidaten einen Anwärter auf den Titel zu formen. Leader Bayern München liegt mit 37 Punkten nur 4 Zähler voraus, Dortmund (2.) und Schalke (3.) stehen mit nur einem Punkt besser da. Kann Gladbach die Form halten, winkt im kommenden Jahr gar die Champions League.
Historische Hinrunde
Sicher ist Favre indes der Eintrag in die Geschichtsbücher seines Vereins. Seit 35 Jahren legte Gladbach keine so starke Saisonhälfte mehr hin. Mehr als die bisher erbeuteten 33 Punkte aus 17 Spielen sammelten die Borussen letztmals 1976, als unter Trainerlegende Udo Lattek 6 Monate später der 5. und bislang letzte Meistertitel gefeiert werden konnte.
Abwehr als Basis
Das Fundament für die starke Hinrunde legten Favre, der jüngst von der deutschen Sportnachrichten-Agentur SID zum «Trainer der Hinrunde» gekürt worden war, und sein Team mit einer sattelfesten Defensive. Favre ist es gelungen, die einstige Achillesferse der «Fohlen» innert kürzester Frist zu stabilisieren. Das Resultat kann sich sehen lassen: Seit dem 18. März 2011 sind die Gladbacher im heimischen Borussia-Park ungeschlagen.
In der Offensive sorgt der junge Marco Reus für die Musik. Der erst 22-jährige Mittelfeldspieler blüht unter Favre richtig auf und ist mit seinen 10 Toren in 15 Ligaspielen neben Favre der zweite Baumeister des Gladbacher Erfolgs.
Favre: «Abgerechnet wird am Schluss»
Doch es ist erst die halbe Arbeit getan, es folgen nochmal 17 Ligaspiele. Das weiss auch Favre und bleibt deshalb gewohnt bescheiden: «Wir machen weiter wie bisher und kämpfen um jeden Punkt. Abgerechnet wird am Schluss.»
(sil)
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